Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 01.03.2026 PDF
#680
Trotzdem sind die Löhne zu niedrig, besonders Pflegekräfte ohne Berufsausbildung verdienen oft einen Hungerlohn.
#681
Pflegekräfte, die in Privathaushalten arbeiten, sind oft ohne Pause und Privatsphäre zu Dumpinglöhnen beschäftigt.
#682
Auch in Deutschland steigt die Zahl dieser prekären Arbeitsverhältnisse.
#683
Viele Patient*innen sind überdies darauf angewiesen, privat eine Pflegekraft zu engagieren, weil sie sich professionelle Pflege nicht leisten können.
#684
Oft sind das Migrantinnen, die in ihren Heimatländern keine Perspektive haben – und in deren Familien dann andere Frauen Sorge-Aufgaben übernehmen, manchmal sogar aus Ländern, in denen die Perspektiven noch schlechter sind.
#685
So entsteht eine Kette aus prekärer Pflege-Arbeit.
#686
Davon profitieren internationale Gesundheitskonzerne wie Fre senius Helios, der in Deutschland und Spanien dutzende private Kliniken betreibt.
#687
Statt des Profits wollen wir, dass alle Menschen selbstbestimmt entscheiden können, wie sie gepflegt werden wollen.
#688
Wir wollen, dass sie gleichberechtigt Zugang zu gemeindenahen Unterstützungsdiensten zu Hause und in Einrichtungen erhalten.
#689
Dazu gehört auch die persönliche Assistenz, die zur Unterstützung des Lebens in der Gemeinschaft und zur Verhinderung von Isolation notwendig ist.
#690
Schutz für die Pflegenden aus der EU: Die Lücken des deutschen Pflegesystems dürfen nicht über Lohndumping und Entrechtung von Pflegenden aus dem (innereuropäischen) Ausland geflickt werden.
#691
Wir wollen solidarische Finanzierungssysteme wie eine Pflegevollversicherung, die die gesamten Kosten der Pflege abdeckt – auch die Personalkosten für gute, tariflich bezahlte Pflegekräfte.
#692
Private Pflegefirmen wollen wir regulieren: Pflegeplattformen gehören in öffentliche Hand.
#693
Europaweit kämpfen Beschäftigte in der Pflege, ihre Gewerkschaften, Patienten-Initiativen und linke Parteien gegen den Pflegenotstand.
#694
DIE LINKE streitet gemeinsam mit Pflegekräften und Gewerkschaften für mehr Pflegepersonal und bessere Bedingungen in der Pflege.
#695
Für den besonderen Bedarf an qualifiziertem Nachwuchs in Pflege und Gesundheitsbereich legen wir ein Ausbildungsprogramm auf, mit dem Perspektiven für junge Leute vor Ort eröffnet werden.
#696
Die Ausbildung muss für die Auszubildenden kostenfrei und vergütet sein.
#697
DIE LINKE will, dass europaweit alle Pflegekräfte unter guten Bedingungen arbeiten können.
#698
Das schaffen wir durch: einen europaweiten Pflegemindestlohn, der alle Tätigkeiten in der (Alten-) Pflege absichert; eine verbindliche gesetzliche Personalbemessung und europaweite Mindeststandards bei Löhnen und Personalschlüssel.
#699
Die Europäische Dienstleitungsrichtlinie darf im Bereich von Gesundheit und Pflege keine Anwendung finden.
#700
Wir wollen Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen zurück in die öffentliche Hand von Ländern und Kommunen bringen.
#701
Um den Bedarf vor Ort zu ermitteln, wollen wir »Pflegeräte« schaffen, zusammengesetzt aus Beschäftigten, Gewerkschaften, Kommunen und Patientenvertretungen.
#702
Wir wollen Pflegekräfte in ihrer freien Selbstorganisation unterstützen.
#703
Das Gesundheitssystem muss bedarfsdeckend finanziert werden und eine qualitativ hochwertige Versorgung für alle sichern.
#704
Die Digitalisierung geht auch am Pflegebereich nicht vorbei.
#705
Vereinzelt werden bereits für bestimmte Aufgaben sogenannte Pflegeroboter eingesetzt.
#706
Menschenwürdige Pflege beinhaltet einen Anspruch auf Pflege und Betreuung durch Menschen und menschlichen Kontakt.
#707
Keine Rendite mit der Miete – Wohnen muss bezahlbar sein
#708
Steigende Mieten, Verdrängung, Zwangsräumungen, Obdachlosigkeit: Das Kapital walzt durch die europäischen Städte.
#709
Bürogebäude werden hochgezogen, um Steuern zu vermeiden, und Luxuswohnungen geschaffen, die sich vor allem das reichste ein Prozent der Bevölkerung leisten kann.
#710
Nach der Finanzkrise drängte das Kapital in die Immobilienspekulation.


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