Dokument lesen
-
vom 01.03.2026 PDF
#50
Fenster schließen und zurück
Diese Prioritäten lassen sich unmöglich in einem rein nationalen Rahmen setzen, deshalb kämpfen wir für einen grundlegenden Politikwechsel in der Europäischen Union.
#51Bei allem Widerspruch zur derzeitig vorherrschenden Politik in der EU: Es gibt viele Menschen innerhalb und außerhalb der Europäischen Union, die ihre Hoffnungen mit der europäischen Integration verbinden.
#52Gerade weil sie erkennen, dass Faschisten und Nationalisten die Europäische Union zerstören wollen und ein gefährlicher Nationalismus um sich greift.
#53Viele fühlen sich angesichts der Entwicklung in Europa an die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts erinnert, an zwei durch Nationalismus hervorgerufene Weltkriege, und haben Angst davor, dass sich dieses Grauen mit einem Auseinanderbrechen der Europäischen Union wiederholt.
#54Spätestens seit dem Brexit wissen viele Menschen, dass es wichtig ist, die europäische Idee und die Europäische Union zu retten.
#55In einer Zeit, in der nicht nur die Europäische Union als Institution von rechts bedroht ist, sondern auch das friedliche Zusammenleben der Menschen auf dem Kontinent Europa, wo Nationalisten nach der Macht in den einzelnen Nationalstaaten, aber auch auf der Ebene des Europäischen Parlaments greifen, in der einzelne Nationalstaaten gültiges internationales Recht oder auch die demokratischen und menschenrechtlichen Grundprinzipien außer Kraft setzen, braucht es eine starke, einige und entschlossene Linke, die für ein demokratisches und weltoffenes Europa kämpft.
#56Für ein inklusives Europa, in dem für verschiedene Lebensentwürfe und Kulturen, körperliche Verfassungen und individuelle Fähigkeiten Platz ist und Menschen in Not geholfen wird.
#57Wir wollen ein Europa der Solidarität, mit offenen Grenzen nach innen und nach außen, mit Demokratie in Wirtschaft und Gesellschaft, ein Europa, in dem alle Menschen selbstbestimmt leben können − unabhängig von Glaube, Hautfarbe, Herkunft, Geschlecht oder sexueller Orientierung.
#58Rechte Parteien machen mobil: in Italien, in Ungarn, Frankreich und in der ganzen EU.
#59Sie stärken Rassismus und Ausgrenzung und machen Geflüchtete zu Sündenböcken.
#60Wir setzen den Rechten und den Neoliberalen ein Europa der Solidarität, der Demokratie und sozialen Gerechtigkeit entgegen.
#61Gegen den autoritären Kapitalismus stehen wir für Demokratie, Freiheit und Humanität.
#62DIE LINKE kämpft für ein Europa, in dem die Menschen im Mittelpunkt stehen.
#63Für eine Demokratie, in der wir unsere Stimme nicht abgeben, sondern in der wir gemeinsam bestimmen, wie wir leben wollen.
#64Sie wird uns nicht geschenkt werden.
#65Immer noch gilt: Erkämpft das Menschenrecht!
#66Viele werden sagen: Das geht doch nicht.
#67Aber wir wissen: Nichts muss so bleiben, wie es ist – wir können Europa gemeinsam verändern.
#68So, dass das Leben für alle Menschen besser wird.
#69Dieser Kampf beginnt unter konkreten Bedingungen vor Ort.
#70Das zeigen aktuell die sozialen und politischen Proteste der »Gelbwesten« in Frankreich.
#71Wir brauchen dafür den Mut, uns mit den Mächtigen anzulegen.
#72Mit den Konzernen, die ihre Steuern hinterziehen, mit den Banken, die sich Steuern erstatten lassen, die nie gezahlt wurden, mit der Wirtschaftslobby, die sich ihre Gesetze selbst schreibt, mit den Rechten, die gegen Menschen mit anderer Herkunft, Religion oder Hautfarbe mobil machen, mit den Neoliberalen, die Gelder für ein soziales Europa immer weiter kürzen und stattdessen auf Aufrüstung und den Aufbau von mehr Militär setzen.
#73Niemand muss sich sagen lassen, es geht nicht anders.
#74Wir haben Vorschläge, wie es besser, sozialer, ökologischer, gerechter geht.
#75Wir können Europa solidarisch machen.
#76Eine gerechte Alternative muss das stärken, was die Menschen verbindet.
#77Sie muss das, was für alle da ist, sozial und öffentlich organisieren.
#78Statt Planung und Entscheidung dem Markt zu überlassen, muss, was alle angeht, auch von allen demokratisch entschieden werden.
#79Wir wollen ein neues Wirtschafts- und Wohlstandsmodell, das allen ein gutes Leben ermöglicht, ein Europa der sozialen Garantien statt Abstiegsangst, ein Europa ohne Armut und Niedriglöhne.
#80Dafür müssen wir die Politik der Austerität beenden, die aus der Bundesrepublik in die Europäische Union exportiert worden ist.
Fenster schließen und zurück
Anzeige: