Dokument lesen
-
vom 01.03.2026 PDF
#514
Fenster schließen und zurück
Programm gegen Arbeitslosigkeit und für eine Zukunft für die Jugend
#51515 Prozent der jungen Menschen in der EU sind erwerbslos.
#516In Griechenland, Spanien und Italien sind es zwischen 30 und 40 Prozent.
#517Eine ganze Generation wird um ihre Zukunft betrogen.
#518Viele sind gezwungen, ihre Heimat zu verlassen und nach Möglichkeiten in anderen EU-Ländern zu suchen.
#519Die EU hat in der Bewältigung der Krise versagt.
#520Alle Parteien sprechen davon, wie sie Jugendarbeitslosigkeit bekämpfen wollen, aber die »Jugendgarantie« der EU ist wirkungslos: Sie ist kraftlos und zu niedrig geplant.
#521Wir wollen eine Offensive gegen Jugendarbeitslosigkeit.
#522Für viele stellen prekäre Arbeitsbedingungen und schlechte Löhne den »normalen« Einstieg in die Berufstätigkeit dar.
#523Unsere Normalität sieht anders aus!
#524Wir wollen gute Arbeit für junge Menschen, mit der sie ihre Zukunft planen können.
#525Wir streiten dafür, ein Beschäftigungsziel für die EU gesetzlich festzuschreiben: Unser Beschäftigungsziel ist Vollbeschäftigung.
#526Dieses Beschäftigungsziel wollen wir auch als Leitlinie für die Europäische Zentralbank festschreiben.
#527Die Mittel für die Jugendgarantie müssen erhöht werden.
#528Dafür wollen wir in Bildung und Weiterbildung investieren, sozial und ökologisch sinnvolle Innovationen fördern und öffentliche Beschäftigung stärken.
#529Ab fünf Prozent Erwerbslosenquote werden Mitgliedstaaten verpflichtet, ein öffentliches Beschäftigungsprogramm und Schritte für Arbeitszeitverkürzung einzuleiten.
#530Unsere Perspektive für ein Europa ohne Armut und Erwerbslosigkeit ist: bezahlte gesellschaftliche und unbezahlte Reproduktionsarbeit gerechter verteilen, Arbeitszeitverkürzung mit Lohn- und Personalausgleich durchsetzen.
#531Das soll zu mehr Zeitsouveränität für alle führen.
#532Wir wollen die wirtschaftlichen Perspektiven der Menschen vor Ort stärken.
#533Wir investieren in öffentliche Dienstleistungen, wir stärken die wirtschaftliche Eigentätigkeit der Kommunen im sozialen Wohnungsbau, wir schaffen Bildung und Arbeit in der Bildung.
#534Mit Arbeitszeiten rund um die 30-Stunden-Woche kann Erwerbslosigkeit überwunden werden.
#535Reichtum und Zeit werden gerecht verteilt: eine sozial und ökologisch sinnvolle Perspektive für ein besseres Leben.
#536Demokratie und Mitbestimmung in Arbeit und Unternehmen
#537Wir wollen die Mitbestimmung der Menschen auf allen Ebenen stärken: in den Parlamenten, in Bund und Ländern, in den Regionen und Kommunen.
#538Demokratie darf nicht an den Toren der Unternehmen enden: Wir wollen die Mitbestimmung der Beschäftigten stärken.
#539Gewerkschaften und Betriebsräte sollen in regionalen Gremien über Einsatz von Investitionsmitteln mitentscheiden.
#540Und wir wollen kollektive Unternehmen – Belegschaftsbetriebe, Genossenschaften und öffentliche Unternehmen – stärken.
#541In fast der Hälfte der EU-Mitgliedstaaten gibt es keine Mitbestimmung.
#542Deshalb haben wir eine Initiative für mehr Mitbestimmung in den Unternehmen gestartet.
#543Wir wollen, dass EU-weite Mindeststandards zur Beteiligung der Beschäftigten festgelegt werden.
#544Schlupflöcher müssen geschlossen werden: Unternehmen dürfen sich nicht aus den deutschen Regeln der Mitbestimmung schleichen, indem sie den Unternehmenssitz in ein mitbestimmungsfreies Land verlegen oder eine europäische Aktiengesellschaft (SE) gründen.
Fenster schließen und zurück
Anzeige: