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vom 01.03.2026 PDF
#400
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Gleichzeitig finden Millionen Menschen keine Arbeit oder nur Minijobs.
#401Viele Frauen landen in prekärer Teilzeit, die am Ende zu Altersarmut führen kann – entweder, weil sie keine anderen Verträge bekommen oder weil sie sich um Kinder und pflegebedürftige Menschen kümmern.
#402Die hohe Jugendarbeitslosigkeit in Süd- und Osteuropa und befristete Jobs auch hierzulande verhindern, dass sich junge Menschen eine Zukunft aufbauen können.
#403Noch immer erhalten Frauen in der EU im Schnitt 16,1 Prozent weniger Lohn und Gehalt als Männer.
#404Viele Frauen arbeiten zu Niedriglöhnen und in Bereichen, in denen keine Tarifverträge gelten.
#405Die Arbeit mit den Menschen in der Pflege, Gesundheitsversorgung, Bildung und sozialen Arbeit wird immer noch viel zu schlecht bezahlt.
#406Die EU will die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit steigern, den EU-Binnenmarkt für die Unternehmen weiter öffnen.
#407Wettbewerb und die Freiheit der Unternehmen dürfen nicht über den Schutzrechten für die Beschäftigten und den sozialen Rechten der Menschen stehen.
#408Statt gute Arbeit für alle in der EU zu schaffen, wird der Kampf um die besten Köpfe geführt.
#409Was »Flexicurity« genannt wird, zielt darauf, Tarif- und Sozialstandards abzusenken.
#410So wie die EU aufgestellt ist − und so wie die Bundesregierung in der EU Politik macht − kommt dabei raus: Niedriglöhne, prekäre Arbeit und Dauerstress.
#411Dem setzen wir entgegen: Gute Arbeit muss für alle Beschäftigten normal werden.
#412Dafür schaffen wir klare Standards, die von niemandem und nirgendwo unterlaufen werden dürfen: Wir wollen unbefristete und sozial abgesicherte Arbeit.
#413Arbeit mit Zukunftsperspektiven statt prekärer Jobs.
#414Wir wollen Arbeitszeiten, die zum Leben passen, statt Dauerstress, prekäre Teilzeit und Minijobs.
#415Löhne rauf!
#416Wir kämpfen für Löhne, die für ein gutes Leben reichen Die Löhne in Deutschland sind gemessen an der hohen Produktivität der Arbeit viel zu gering.
#417Millionen Beschäftigte leben unter schlechteren Lebensbedingungen als es wirtschaftlich möglich und sinnvoll wäre.
#418Denn die zu niedrigen Löhne und zu hohen Exporte der deutschen Konzerne sorgen dafür, dass die Wirtschaft in den anderen EU-Ländern niederkonkurriert wird.
#419Es ist eine Spirale nach unten: Deutsche Exporte machen Druck auf die Löhne in der EU und dann wird den Beschäftigten in Deutschland gesagt, dass sie soziale und ökologische Standards senken müssen, um konkurrenzfähig zu sein.
#420Wir brechen mit der Spirale nach unten!
#421Wir brauchen gemeinsame Standards.
#422Viele Menschen haben Angst, dass gemeinsame Standards bedeuten, dass sie schlechter gestellt werden.
#423Wir wollen das Gegenteil.
#424Gemeinsame Standards muss heißen: Von den Errungenschaften der jeweiligen Länder aus geht es nur nach oben.
#425Eine Angleichung nach unten muss ausgeschlossen sein.
#426In vielen europäischen Ländern konnte mit gesetzlichen Mindestlöhnen eine untere Grenze für die Löhne gezogen werden.
#427Aber viele dieser Mindestlöhne sind keine existenzsichernden Löhne, sondern weiterhin Armutslöhne – auch der Mindestlohn in Deutschland gehört dazu.
#428Immer weniger Beschäftigte in Europa sind durch Tarifverträge geschützt.
#429Dazu drückt die Niedriglohnpolitik der Bundesregierung auf die Beschäftigten anderer Länder und hat Lohndumping auch dort als Ergebnis.
#430Ein Weg zu höheren Löhnen für alle ist,
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