Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 01.03.2026 PDF
#336
Wir wollen eine gesetzliche Sorgfaltspflicht für Unternehmen durchsetzen, auf die Einhaltung dieser Norm bei ihren Bestellungen zu achten.
#337
In der letzten Legislaturperiode haben wir das im Europaparlament für die sogenannten Konfliktrohstoffe bereits geschafft und wollen es nun auf die Textilbranche und weitere Branchen ausdehnen.
#338
Wir konnten auch bereits durchsetzen, dass die EU-Kommission künftig Fälle von Umweltdumping und Sozialdumping bei der Berechnung von Strafzöllen sanktionieren kann.
#339
Zu den UNO-Zielen gehört die Abschaffung des Hungers.
#340
DIE LINKE will das zu einer Priorität der Europäischen Kommission machen.
#341
Weltweit ist die Zahl der Hungernden im letzten Jahr auf 821 Millionen Menschen gestiegen.
#342
Eine strukturelle Ursache sind benachteiligende Handelsbeziehungen und Billigexporte von Agrarüberschüssen, zum Beispiel Hühnerteile aus Europa.
#343
Dadurch werden Kleinbauern um ihre Existenz gebracht.
#344
Landwirtschaft muss vor Ort Ernährung sichern, statt zunehmend in Großbetrieben für den Weltmarkt zu produzieren.
#345
Auch in der EU soll Landwirtschaft gesund, umweltgerecht und regional orientiert produzieren können, statt in einen globalen Preiskrieg gezwungen zu werden.
#346
DIE LINKE setzt sich dafür ein, dass die Europäische Union für eine Reform der Welthandelsorganisation (WTO) eintritt, damit Ernährungssicherheit und Ernährungssouveränität nicht länger durch das Dogma des Freihandels verhindert werden.
#347
Schulden zurückzahlen!
#348
Auf UN-Ebene wollen wir einen Kompensationsfonds für die Folgen von Klimawandel und Kolonialismus einrichten, der von den Industriestaaten finanziert wird.
#349
In diesen Fonds sollten ehemalige Kolonialmächte als Form der Reparation mehr einzahlen als andere Staaten.
#350
Außerdem fordern wir einen solidarischen Wissens- und Technologietransfer für eine Energiewende in den Ländern des Südens.
#351
Die entsprechenden Klimafinanztransfers wollen wir jährlich erhöhen und zusätzlich zur Entwicklungszusammenarbeit bereitstellen.
#352
DIE LINKE setzt sich für Handels- und Wirtschaftsbeziehungen ein, die zu Zusammenarbeit und friedlicher Koexistenz beitragen.
#353
Dazu gehören der Schutz der Menschenrechte, demokratische Teilhabe, Umweltschutz und gewerkschaftliche Organisierung.
#354
LINKE Entwicklungspolitik – so geht gerecht
#355
Die europäische Entwicklungspolitik ist – ebenso wie die deutsche – durch Eigeninteressen der Mitgliedsländer bzw.
#356
von Konzernen geleitet.
#357
Entwicklungszusammenarbeit wird fast nur noch zur Abwehr von Migration instrumentalisiert.
#358
Mit dem Europäischen Treuhandfonds für Afrika (EUTF), der sich aus Entwicklungsgeldern speist, werden hauptsächlich Abschottungsmaßnahmen finanziert.
#359
Entwicklungspolitik wird zunehmend mit Sicherheitspolitik verzahnt.
#360
Diesen sogenannten »vernetzte Ansatz« drückt die EU vor allem in Afrika durch.
#361
DIE LINKE lehnt eine Verknüpfung von Entwicklungsgeldern und anderer Fördermittel mit Maßnahmen des Grenzschutzes und der Migrationskontrolle ab.
#362
Die EU setzt Entwicklung immer mehr mit Wirtschaftsförderung gleich – und denkt dabei vor allem an die Förderung europäischer Unternehmen.
#363
Entwicklungsgelder sollen nach diesem Verständnis in Form von Risikoabsicherungen und Bürgschaftenals »Hebel« für Privatinvestitionen dienen.
#364
DIE LINKE lehnt eine Privatisierung von Entwicklungszusammenarbeit ab.
#365
Wir setzen uns für eine Neuausrichtung der Entwicklungszusammenarbeit ein.
#366
Sie muss auf die Interessen und Bedürfnisse der unterstützten Länder ausgerichtet sein und Gerechtigkeit, Solidarität und nachhaltige Entwicklung Wirklichkeit werden lassen.


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