Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 01.03.2026 PDF
#278
Die EU hat sich auf verbindliche Regeln mit festen Kriterien zum Umgang mit Rüstungsexporten festgelegt, diese werden jedoch ständig übergangen.
#279
Strengere Ausfuhrgenehmigungen oder Kontrollen blieben wirkungslos.
#280
Neben Panzern, Raketen oder Kleinwaffen werden auch militärische Dienstleistungen exportiert, die keiner Kontrolle unterliegen.
#281
Private Sicherheitsfirmen arbeiten als Söldner in Konfliktgebieten.
#282
Die mangelnden Vorschriften und Kontrollen bei der Auslieferung von sogenannten Dual-Use-Gütern haben dazu geführt, dass u.
#283
a.
#284
deutsche Firmen die Chemikalien für das in Syrien eingesetzte Giftgas lieferten.
#285
Rüstungsexporte bringen keinen Frieden, sondern verschärfen Konflikte!
#286
Daher fordert DIE LINKE:
#287
Stopp aller Rüstungsexporte!
#288
Exporte von Waffen, Rüstung und Waffenteilen in Krisen- und Kriegsgebiete müssen sofort ausgesetzt werden.
#289
EU-Mitgliedstaaten, die die EU-Vorschriften für Waffenexporte nicht einhalten, müssen mit Sanktionen bestraft werden.
#290
Rüstungsindustrie, Zulieferer und Forschung dazu dürfen durch die EU nicht weiter gefördert werden.
#291
Dual-Use-Güter, die für die Produktion von ABC-Waffen eingesetzt werden können, dürfen nicht an Staaten geliefert werden, die das jeweilige Abkommen nicht ratifiziert haben.
#292
Entwicklung, Produktion und Verwendung insbesondere von vollautonomen Waffen müssen verboten werden und vollautonome Waffensysteme international geächtet werden.
#293
Der Handel mit militärischen oder militär-relevanten Dienstleistungen muss kontrolliert werden.
#294
Wir wollen die EU-Rüstungsagentur abschaffen und stattdessen eine Abrüstungsagentur durchsetzen.
#295
Unser Investitionsprogramm umfasst auch Mittel für den zivilen Umbau der Rüstungsindustrie.
#296
Die Arbeitsplätze in der Rüstungsindustrie müssen in ökologisch und wirtschaftlich nachhaltige Arbeitsplätze überführt werden.
#297
Die bestehenden Rüstungskapazitäten müssen umgebaut werden (Rüstungskonversion).
#298
Konflikte friedlich lösen
#299
DIE LINKE steht für Frieden, für Demokratisierung der internationalen Beziehungen, für eine gerechte und solidarische Weltwirtschaftsordnung, für die Achtung des Völkerrechts und eine nachhaltige globale Entwicklung.
#300
Langfristig wollen wir ein Deutschland, eine EU und eine Welt ohne Armeen und ohne Kriege.
#301
Was die EU und ihre Mitgliedstaaten – besonders die deutsche Regierung – in der Sicherheitspolitik vorantreibt, schafft keinen Frieden und keine Entspannung, sondern befeuert die Konflikte weiter.
#302
Die EU muss sich der Sicherung des Friedens in der Region verschreiben.
#303
DIE LINKE unterstützt die internationale Zusammenarbeit der Friedensbewegung, um gemeinsam Entspannungspolitik und Abrüstung voran zu bringen.
#304
Die OSZE sollte mehr als ein Instrument zur Bearbeitung und Lösung regionaler Konflikte sein.
#305
Sie muss das zentrale Forum für eine gesamteuropäische, gemeinsame Sicherheitsarchitektur werden, die auf Abrüstung und politische Veränderung in Richtung kollektiver Sicherheit und der Abschaffung aller Armeen zielt.
#306
Ein erster Schritt ist die strukturelle Nichtangriffsfähigkeit.
#307
Wir wollen, dass die Bundeswehr dem Oberkommando der NATO entzogen wird und die Bundesrepublik aus den militärischen Strukturen des Bündnisses austritt.
#308
Perspektivisch wollen wir die NATO auflösen und durch ein kollektives Sicherheitssystem unter Einbeziehung von Russland ersetzen, das auf Abrüstung zielt.


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