Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

Dokument lesen

-

vom 02.03.2026 PDF
#269
Als ersten Schritt wollen wir eine konventionelle Rüstungskontrolle in Europa nach dem Vorbild des A-KSE-Vertrags (Angepasster Vertrag über Konventionelle Streitkräfte in Europa).
#270
DIE LINKE fordert, dass die Bundesregierung den Atomwaffenverbotsvertrag der UN unterzeichnet, der für den Abzug der US-Atomwaffen aus der BRD sorgt und die nukleare Teilhabe beendet mit dem Ziel einer atomwaffenfreien EU-Zone.
#271
Eine entsprechende parlamentarische Initiative wird eine der ersten Aktionen der LINKEN im EU-Parlament sein.
#272
Die EU-Abgeordneten der LINKEN werden die von der Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) initiierten »parla mentarische Erklärung« (parlamentary pledge) unterschreiben.
#273
In Deutschland setzen wir uns für den Abzug der letzten verbliebenen US-Atomwaffen ein.
#274
Rüstungsexporte verbieten
#275
Waffen aus der EU kommen in vielen Konflikten und Kriegen zum Einsatz.
#276
Frankreich und Deutschland sind nach den USA und Russland die größten Rüstungsexporteure.
#277
Zu den Empfängerländern gehören kriegführende Länder wie Saudi-Arabien und Länder, in denen Menschenrechte missachtet und die eigene Bevölkerung mit Waffengewalt unterdrückt wird.
#278
Die EU hat sich auf verbindliche Regeln mit festen Kriterien zum Umgang mit Rüstungsexporten festgelegt, diese werden jedoch ständig übergangen.
#279
Strengere Ausfuhrgenehmigungen oder Kontrollen blieben wirkungslos.
#280
Neben Panzern, Raketen oder Kleinwaffen werden auch militärische Dienstleistungen exportiert, die keiner Kontrolle unterliegen.
#281
Private Sicherheitsfirmen arbeiten als Söldner in Konfliktgebieten.
#282
Die mangelnden Vorschriften und Kontrollen bei der Auslieferung von sogenannten Dual-Use-Gütern haben dazu geführt, dass u.
#283
a.
#284
deutsche Firmen die Chemikalien für das in Syrien eingesetzte Giftgas lieferten.
#285
Rüstungsexporte bringen keinen Frieden, sondern verschärfen Konflikte!
#286
Daher fordert DIE LINKE:
#287
Stopp aller Rüstungsexporte!
#288
Exporte von Waffen, Rüstung und Waffenteilen in Krisen- und Kriegsgebiete müssen sofort ausgesetzt werden.
#289
EU-Mitgliedstaaten, die die EU-Vorschriften für Waffenexporte nicht einhalten, müssen mit Sanktionen bestraft werden.
#290
Rüstungsindustrie, Zulieferer und Forschung dazu dürfen durch die EU nicht weiter gefördert werden.
#291
Dual-Use-Güter, die für die Produktion von ABC-Waffen eingesetzt werden können, dürfen nicht an Staaten geliefert werden, die das jeweilige Abkommen nicht ratifiziert haben.
#292
Entwicklung, Produktion und Verwendung insbesondere von vollautonomen Waffen müssen verboten werden und vollautonome Waffensysteme international geächtet werden.
#293
Der Handel mit militärischen oder militär-relevanten Dienstleistungen muss kontrolliert werden.
#294
Wir wollen die EU-Rüstungsagentur abschaffen und stattdessen eine Abrüstungsagentur durchsetzen.
#295
Unser Investitionsprogramm umfasst auch Mittel für den zivilen Umbau der Rüstungsindustrie.
#296
Die Arbeitsplätze in der Rüstungsindustrie müssen in ökologisch und wirtschaftlich nachhaltige Arbeitsplätze überführt werden.
#297
Die bestehenden Rüstungskapazitäten müssen umgebaut werden (Rüstungskonversion).
#298
Konflikte friedlich lösen
#299
DIE LINKE steht für Frieden, für Demokratisierung der internationalen Beziehungen, für eine gerechte und solidarische Weltwirtschaftsordnung, für die Achtung des Völkerrechts und eine nachhaltige globale Entwicklung.


Fenster schließen und zurück

Anzeige: