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vom 01.03.2026 PDF
#206
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Das sind die Herausforderungen, die im Mittelpunkt von globaler Politik stehen müssten.
#207Der Ausbau einer »Verteidigungsunion« oder »Militärunion« mit eigenständiger Militärpolitik, eine europäische Armee und andere Vorhaben der Militarisierung führen nicht zu mehr Sicherheit für die Menschen in Europa, sondern sichern nur Konzerninteressen militärisch ab.
#208Wir wollen die Militarisierung der EU beenden.
#209Sicherheit gibt es nur mit konsequenter Friedenspolitik und Förderung globaler Gerechtigkeit statt nationaler Standortkonkurrenz.
#2102012 hat die EU den Friedensnobelpreis erhalten.
#211Zu Unrecht.
#212Seitdem wurden neoliberale Wirtschafts- und Handelsabkommen ausgeweitet.
#213Aufrüstung wird vorangetrieben und ein milliardenschwerer Europäischer Verteidigungsfonds (EVF) eingerichtet.
#214Europa wird zur Festung ausgebaut, gestützt auf polizeiliche und militärische Maßnahmen von Frontex.
#215Die EU muss endlich der Verleihung des Friedensnobelpreises gerecht werden und einen Wechsel von der militärischen Logik hin zur Friedenslogik vollziehen.
#216Mehr Sicherheit heißt nicht mehr Militär.
#217Mit dieser Logik muss Schluss sein.
#218DIE LINKE stellt sich Militarisierung und Aufrüstung entgegen.
#219Wir wollen eine Union der Abrüstung und Entmilitarisierung.
#220Wir wollen eine friedliche Außen-, Entwicklungs-, und Menschenrechtspolitik, die auf Solidarität, Kooperation und Entspannung setzt und eine starke parlamentarischen Kontrolle.
#221Gegen die Militarisierung der EU: Abrüsten!
#222Im Juni 2016 hat die EU eine Strategie verabschiedet, um Europa in Fragen der Sicherheits- und Außenpolitik »unabhängiger« zu machen.
#223Die Rolle der NATO wird nicht in Frage gestellt.
#224Ihr soll eine bewaffnete EU an die Seite gestellt werden.
#225Geplant ist eine große Umschichtung von finanziellen Mitteln zugunsten von Aufrüstung und Militarisierung: Der Europäische Verteidigungsfonds (EVF) soll jährlich ca.
#226585 Millionen Euro aus EU-Haushaltsmitteln für Forschungsprogramme im Verteidigungsbereich sowie ca.
#2271,27 Milliarden Euro im Jahr für die Entwicklung und Beschaffung neuer Waffen-, Kommunikations- und Transportsysteme und weiterer Rüstungsgüter und -technologien bereitstellen.
#228Diese Mittel sollen durch Beiträge der Mitgliedstaaten in Höhe von bis zu fünf Milliarden Euro ergänzt werden.
#229Insgesamt sollen jährlich rund sieben Milliarden Euro zusätzlich investiert werden.
#230Nicht für den gesellschaftlichen Bedarf, sondern für die Stärkung des Militärs.
#231Das entspricht der Hälfte dessen, was weltweit zur Beendigung des akuten Hungers benötigt würde!
#232Da wäre das Geld besser aufgehoben – und das wäre ein besserer Beitrag für die weltweite Sicherheit.
#233Insgesamt sind im mehrjährigen Finanzrahmen (2021– 2027) der EU bis zu 46 Milliarden Euro öffentliche Investitionen für Verteidigung, Rüstung und militärisch relevante Forschungsprojekte vorgesehen.
#234Die Ausgaben der Mitgliedstaaten kommen noch hinzu.
#235Und die müssen ständig steigen, so besagen es die Verträge der EU: »Die Mitgliedstaaten verpflichten sich, ihre militärischen Fähigkeiten schrittweise zu verbessern.« »Verbessern« meint: erhöhen.
#236Neben der »Verbesserung« der militärischen Kapazitäten durch neue Technologien und die Förderung von Standardisierung bei Rüstungsgütern geht es ausdrücklich darum, die europäische Rüstungsindustrie zu stärken.
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