Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 01.03.2026 PDF
#186
Der NATO-Generalsekretär spricht wie im Kalten Krieg davon, dass ein »Gleichgewicht des Schreckens« hergestellt werden müsse.
#187
Das treibt die weltweiten Ausgaben für Rüstung in die Höhe.
#188
Die Arsenale der Atomwaffen werden modernisiert – damit soll ein Atomkrieg führbar gemacht werden.
#189
US-Präsident Trump setzt auf militärische Aufrüstung und Abschreckung und auf einseitige Durchsetzung seiner Interessen.
#190
Institutionen der gegenseitigen Verhandlung wie die UNO werden systematisch geschwächt.
#191
In der EU wird Trumps Vorgehen genutzt, um selber die Aufrüstung voranzutreiben.
#192
Als Ziel für die EU wird »strategische Autonomie« ausgegeben.
#193
Gemeint ist: ein eigener Militäretat, eigene Befehlsstrukturen und Einsätze, die von den nationalen Parlamenten unabhängig beschlossen werden können.
#194
Gerade die Bundesregierung aus Union und SPD ist hier eine treibende Kraft.
#195
Viele machen wie Olaf Scholz von der SPD »Eigenständigkeit« an einer »echten europäischen Armee« fest.
#196
Ziel ist ein gemeinsamer Rüstungsmarkt und dass die Rüstungsindustrie europäisiert wird.
#197
Der Binnenmarkt für Verteidigungsgüter soll gestärkt werden.
#198
Die Folgen sind: Die Aufkündigung internationaler Verträge und Abrüstungsvereinbarungen sowie Handelsauseinandersetzungen.
#199
DIE LINKE weiß: Waffen schaffen keinen Frieden, und ein Gleichgewicht des Schreckens verbreitet vor allem eins: Schrecken.
#200
Gegen die neuen Kriege ist es noch dazu wirkungslos: Sie lassen sich nicht mit militärischer Übermacht gewinnen, sie führen wie etwa in Syrien eher zu endlosen Stellvertreter- und Bürgerkriegen.
#201
Die Anzahl militärischer Auseinandersetzungen nimmt zu: 2017 waren es weltweit 20 Kriege und 385 militärische Konflikte.
#202
Fast 70 Millionen Menschen sind auf der Flucht.
#203
815 Millionen Menschen leiden an Hunger.
#204
Psychische und chronische Erkrankungen sind die Folge.
#205
Menschen mit Behinderungen sind besonders betroffen.
#206
Das sind die Herausforderungen, die im Mittelpunkt von globaler Politik stehen müssten.
#207
Der Ausbau einer »Verteidigungsunion« oder »Militärunion« mit eigenständiger Militärpolitik, eine europäische Armee und andere Vorhaben der Militarisierung führen nicht zu mehr Sicherheit für die Menschen in Europa, sondern sichern nur Konzerninteressen militärisch ab.
#208
Wir wollen die Militarisierung der EU beenden.
#209
Sicherheit gibt es nur mit konsequenter Friedenspolitik und Förderung globaler Gerechtigkeit statt nationaler Standortkonkurrenz.
#210
2012 hat die EU den Friedensnobelpreis erhalten.
#211
Zu Unrecht.
#212
Seitdem wurden neoliberale Wirtschafts- und Handelsabkommen ausgeweitet.
#213
Aufrüstung wird vorangetrieben und ein milliardenschwerer Europäischer Verteidigungsfonds (EVF) eingerichtet.
#214
Europa wird zur Festung ausgebaut, gestützt auf polizeiliche und militärische Maßnahmen von Frontex.
#215
Die EU muss endlich der Verleihung des Friedensnobelpreises gerecht werden und einen Wechsel von der militärischen Logik hin zur Friedenslogik vollziehen.
#216
Mehr Sicherheit heißt nicht mehr Militär.


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