Dokument lesen
-
vom 01.03.2026 PDF
#181
Fenster schließen und zurück
1. Für Frieden in Europa und der Welt
#182Der Frieden in Europa und in der Welt ist so bedroht wie seit dem Ende des Kalten Krieges nicht mehr.
#183Aufrüstung und Wettrüsten bestimmen die Strategien der alten und neuen Großmächte, der NATO und der EU.
#184Auch Deutschland treibt die Aufrüstung voran.
#185Russland wird als alter und neuer Feind dämonisiert – dabei gehört es auch zu Europa.
#186Der NATO-Generalsekretär spricht wie im Kalten Krieg davon, dass ein »Gleichgewicht des Schreckens« hergestellt werden müsse.
#187Das treibt die weltweiten Ausgaben für Rüstung in die Höhe.
#188Die Arsenale der Atomwaffen werden modernisiert – damit soll ein Atomkrieg führbar gemacht werden.
#189US-Präsident Trump setzt auf militärische Aufrüstung und Abschreckung und auf einseitige Durchsetzung seiner Interessen.
#190Institutionen der gegenseitigen Verhandlung wie die UNO werden systematisch geschwächt.
#191In der EU wird Trumps Vorgehen genutzt, um selber die Aufrüstung voranzutreiben.
#192Als Ziel für die EU wird »strategische Autonomie« ausgegeben.
#193Gemeint ist: ein eigener Militäretat, eigene Befehlsstrukturen und Einsätze, die von den nationalen Parlamenten unabhängig beschlossen werden können.
#194Gerade die Bundesregierung aus Union und SPD ist hier eine treibende Kraft.
#195Viele machen wie Olaf Scholz von der SPD »Eigenständigkeit« an einer »echten europäischen Armee« fest.
#196Ziel ist ein gemeinsamer Rüstungsmarkt und dass die Rüstungsindustrie europäisiert wird.
#197Der Binnenmarkt für Verteidigungsgüter soll gestärkt werden.
#198Die Folgen sind: Die Aufkündigung internationaler Verträge und Abrüstungsvereinbarungen sowie Handelsauseinandersetzungen.
#199DIE LINKE weiß: Waffen schaffen keinen Frieden, und ein Gleichgewicht des Schreckens verbreitet vor allem eins: Schrecken.
#200Gegen die neuen Kriege ist es noch dazu wirkungslos: Sie lassen sich nicht mit militärischer Übermacht gewinnen, sie führen wie etwa in Syrien eher zu endlosen Stellvertreter- und Bürgerkriegen.
#201Die Anzahl militärischer Auseinandersetzungen nimmt zu: 2017 waren es weltweit 20 Kriege und 385 militärische Konflikte.
#202Fast 70 Millionen Menschen sind auf der Flucht.
#203815 Millionen Menschen leiden an Hunger.
#204Psychische und chronische Erkrankungen sind die Folge.
#205Menschen mit Behinderungen sind besonders betroffen.
#206Das sind die Herausforderungen, die im Mittelpunkt von globaler Politik stehen müssten.
#207Der Ausbau einer »Verteidigungsunion« oder »Militärunion« mit eigenständiger Militärpolitik, eine europäische Armee und andere Vorhaben der Militarisierung führen nicht zu mehr Sicherheit für die Menschen in Europa, sondern sichern nur Konzerninteressen militärisch ab.
#208Wir wollen die Militarisierung der EU beenden.
#209Sicherheit gibt es nur mit konsequenter Friedenspolitik und Förderung globaler Gerechtigkeit statt nationaler Standortkonkurrenz.
#2102012 hat die EU den Friedensnobelpreis erhalten.
#211Zu Unrecht.
Fenster schließen und zurück
Anzeige: