Dokument lesen
-
vom 01.03.2026 PDF
#1872
Fenster schließen und zurück
DIE LINKE tritt für ein Umsteuern in der europäischen Bildungspolitik ein.
#1873Die Privatisierung von Bildungseinrichtungen muss gestoppt werden.
#1874Es darf nicht nur darum gehen, eine kleine europäische Bildungselite herauszubilden.
#1875Alle Programme müssen stärker für Interessent*innen mit Behinderungen und andere benachteiligte Gruppen ausgelegt werden.
#1876DIE LINKE tritt gegen Privatisierungen im Bildungsbereich ein.
#1877Public Private Partnerships in Schulen und Hochschulen öffnen Profitinteressen Tür und Tor und gefährden demokratische Mitbestimmung in den Bildungseinrichtungen.
#1878Die Dienstleistungsrichtlinie der EU hat den Privatisierungsdruck auf die sogenannten Bildungsdienstleistungen erhöht, wir haben sie deshalb abgelehnt.
#1879Bildung ist ein öffentliches Gut und muss in öffentlicher Verantwortung gestaltet und solidarisch finanziert werden.
#1880Die Einführung der Bachelor- und Master-Abschlüsse im Zuge der Bologna-Reform hat die Studiengänge zusätzlich verschult: Studieren wird von Zeitdruck und Prüfungsstress bestimmt.
#1881Zugangs- und Zulassungsbeschränkungen zu Hochschulen müssen überwunden werden.
#1882Die Zugangsmöglichkeiten für Menschen ohne Abitur müssen EU-weit verbessert werden.
#1883Auch der Zugang zum Master muss zulassungsfrei sein.
#1884Wir fordern die Reform des Bologna-Systems.
#1885Hochschulen sind mehr als Einrichtungen zur Arbeitsmarktbefähigung, wie sie im Bologna-Prozess verstanden wurden.
#1886Hochschulen müssen europaweit als offene, soziale und demokratische Einrichtungen gestaltet und verstanden werden, an denen Lehre und Forschung sich frei und unabhängig von Markt und Profit, aber in gesellschaftlicher Verantwortung entwickeln können.
#1887Die EU-Kommission muss in den kommenden Jahren im Bologna-Prozess die soziale Dimension stärker in den Vordergrund stellen.
#1888Die Etablierung eines Systems der zwei Geschwindigkeiten (»two Speed Systems«), eine Unterteilung in einen Hochschulraum der sich nur auf Mitgliedsstaaten der EU beschränkt (EEA- European Education Area) und die weiteren europäischen Staaten (EHEA – European Higher Education Area), lehnen wir entschieden ab.
#1889DIE LINKE lehnt eine europäische Exzellenz-Initiative zugunsten von Prestige-Universitäten, wie die European University Networks, entschieden ab.
#1890Stattdessen wollen wir weg von repressiven Studienordnungen hin zu einem selbstbestimmten, interdisziplinären und kritischen Studieren.
#1891Die Promotion sehen wir nicht als Studienphase, sondern als erste Etappe wissenschaftlicher Berufsausübung.
#1892Die EU darf nicht länger für Studiengebühren werben, sondern muss sich für die Umsetzung des UN-Sozialpakts stark machen: Dort steht das Recht auf Bildung im Mittelpunkt.
#1893Alle Unterzeichnerstaaten haben sich verpflichtet, Studiengebühren abzuschaffen.
#1894Das bedeutet auch ein Ende der Studiengebühren für Studierende aus Nicht-EU-Ländern.
#1895Wir wollen, dass Lehrende und Lernende sich über die Landesgrenzen hinweg austauschen.
#1896Damit sich nicht nur Jugendliche aus finanzstarken Elternhäusern während der Ausbildung einen Auslandsaufenthalt leisten können, müssen die Förderprogramme der EU ausgebaut und gerade für finanziell Schwächere attraktiver gemacht werden.
#1897Wissenschaftsfreiheit steht ideologisch vor dem Hintergrund von Sparmaßnamen und Finanzsteuerung beachtlich unter Beschuss.
#1898DIE LINKE streitet für freie Forschung und Lehre, in der Hochschulangehörige in ganz Europa frei Wissenschaft betreiben können.
#1899Berufsbildung: Humanisierung der Arbeit, Demokratisierung und Partizipation sowie Emanzipation müssen Leitziele der allgemeinen und beruflichen Bildung sein.
#1900Die EU-Bildungspolitik darf nicht nur auf ihre Passgenauigkeit für Arbeitsmärkte ausgerichtet sein.
#1901Wissenschaft und Innovation für den sozial-ökologischen Umbau Europas Gerade in der aktuellen tiefen Krise steigt der gesellschaftliche Bedarf an kritischer Wissenschaft und emanzipatorischer Bildung für das Allgemeinwohl.
#1902Dementgegen fokussieren sich die EU und ihre Mitgliedstaaten auf Eliten- und Exzellenzförderung statt Breitenförderung in Wissenschaft und Hochschulen.
Fenster schließen und zurück
Anzeige: