Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 01.03.2026 PDF
#1749
»Wenn wir streiken, steht die Welt still«: LINKER Feminismus
#1750
Frauen werden für gleiche und gleichwertige Arbeit schlechter bezahlt und sind in Führungspositionen weniger anzutreffen.
#1751
Frauen sind vermehrt von Armut und Altersarmut betroffen.
#1752
Der Anteil der Frauen in den Parlamenten ist noch lange nicht paritätisch.
#1753
Frauen leisten noch immer die meiste unbezahlte Arbeit (und erhalten dafür kaum Rentenpunkte) für gesellschaftlich Notwendiges: Hausarbeit, Pflege und Kindererziehung.
#1754
Frauen sind in der überwiegenden Mehrzahl Opfer von Gewalttaten und sexualisierter Gewalt, insbesondere im häuslichen Bereich.
#1755
Die Werbung greift immer wieder auf althergebrachte Rollenklischees zurück.
#1756
Geschlechtsspezifische Erziehung wird noch von ebensolchem Spielzeug unterstützt.
#1757
Die neoliberale Politik der EU-Staaten hat Millionen Frauen in die Armut gestürzt, sie hat zu Erwerbslosigkeit, mangelhafter Gesundheitsversorgung und zunehmender Gewalt gegen Frauen und Migrant*innen geführt.
#1758
Gleichzeitig ist auch die feministische Bewegung stärker geworden.
#1759
In Spanien waren am 8. März 2018 fünf Millionen Frauen auf der Straße, in Polen haben sie gegen die Verschärfung der Abtreibungsgesetze gestreikt, in Irland das Abtreibungsverbot gekippt, auch in Deutschland werden feministische Proteste wie am 8. März stärker.
#1760
Europaweit vernetzen sich Frauen für einen internationalen Frauenstreik.
#1761
Wir unterstützen diese grenzenlosen feministischen Kämpfe!
#1762
Wir setzen uns dafür ein, dass alle Frauen in der EU sozial abgesichert werden.
#1763
Nur so ist ein selbstbestimmtes Leben möglich.
#1764
Wir wollen europaweit die Lohndiskriminierung von Frauen überwinden.
#1765
Überall in Europa muss gelten: gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit.
#1766
Wir streiten für eine Aufwertung von Berufen etwa in der Pflege, Erziehung und im Einzelhandel, in denen vor allem Frauen arbeiten und die häufig schlecht bezahlt werden.
#1767
Es darf auch in der Erwerbsarbeit keine Rolle spielen, ob man als Mann oder Frau geboren wurde.
#1768
Die Gesundheitsversorgung muss insbesondere für Frauen verbessert werden.
#1769
Alle Frauen müssen Anspruch auf die notwendige ambulante und stationäre medizinische Versorgung bei Krankheit und Schwangerschaft sowie auf die jeweilig notwendigen Vor- und Nachsorgemaßnahmen haben.
#1770
Dafür wollen wir verbindliche Mindeststandards und stärkere Förderung unabhängiger Frauengesundheitseinrichtungen und -initiativen durch die EU.
#1771
Von Flucht und Vertreibung sind weltweit in besonderem Maße Frauen betroffen.
#1772
Geschlechtsspezifische Verfolgung und Gewalt, auch Verfolgung aufgrund von sexueller Identität, müssen als Asylgrund anerkannt werden.
#1773
Traumatisierte, geschundene, vergewaltigte Frauen aus Kriegs- und Bürgerkriegsgebieten und aus Schwellenländern wie Indien müssen in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union aufgenommen und betreut werden.
#1774
Wir wollen eine bedürfnisorientierte Unterbringung und ausreichend Schutzräume für geflüchtete Frauen und ihre Kinder sowie für Lesben, Schwule und Trans*Menschen.
#1775
Das Personal in den Unterkünften muss entsprechend besser geschult werden.
#1776
Initiativen geflüchteter Frauen, von Lesben, Schwulen, Trans* und Intergeschlechtlichen wollen wir stärken.
#1777
Reproduktive Rechte stärken: In Irland und Polen gab es erfolgreiche Bewegungen gegen die Einschränkung des Abtreibungsrechts.
#1778
Der Kampf um reproduktive Rechte muss in ganz Europa geführt werden.
#1779
Auch in Deutschland ist noch viel zu tun, wie etwa der Prozess gegen die Ärztin Kristina Hänel gezeigt hat.


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