Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 01.03.2026 PDF
#1513
Marktkonforme Demokratie und Lobbymacht der Konzerne bedingen einander gegenseitig.
#1514
Wir wollen die linke europäische Idee von sozialer Gerechtigkeit, Humanismus und internationaler Solidarität vor ihrer Zerstörung durch die neoliberale Politik der EU bewahren.
#1515
Nur so kann Europa und die EU eine wirkliche und dauerhafte Antwort auf die jahrhundertelange Geschichte von Krieg und Gewaltherrschaft, insbesondere dem Zweiten Weltkrieg und dem Nationalsozialismus, sein.
#1516
Eine Verbesserung demokratischer und sozialer Standards wird es im 21. Jahrhundert in Europa nur auf der Grundlage des solidarischen Miteinanders geben.
#1517
Die derzeitige Verfasstheit der EU ist für diese Vision hinderlich.
#1518
Wir wollen den Neustart der Europäischen Union durch eine Initiative für ein Europa von unten.
#1519
Die EU kann durch Bewegung von unten für eine unteilbare Demokratie und soziale Gerechtigkeit verändert werden.
#1520
Nach den Protesten gegen TTIP, CETA und TiSA wurde 2018 das Sonderklagerecht für Konzerne aus dem neuen NAFTA-Vertrag zwischen Mexiko, Kanada und der USA gestrichen.
#1521
Das muss jetzt auch für die weiteren Handelsverträge der EU erreicht werden.
#1522
DIE LINKE steht an der Seite der Gewerkschaften und ist Teil der sozialen Bewegungen.
#1523
Wir werden in Deutschland und in Europa gemeinsam mit unserer Fraktion im EU-Parlament sowie unseren Schwesterparteien in der Europäischen Linken (EL) weiter dafür kämpfen, dass die Interessen der Menschen Vorrang vor Profit und Wettbewerb haben, dass das Recht auf Asyl und der Schutz vor Diskriminierung, Verfolgung und auf der Flucht verteidigt wird.
#1524
DIE LINKE ist solidarisch mit den fortschrittlichen Kräften in Europa, die ein soziales und solidarisches Europa anstreben.
#1525
Veränderungen sind nur möglich, wenn die Mehrheiten andere sind.
#1526
Deshalb brauchen wir soziale Bewegungen und eine starke LINKE.
#1527
Die Macht von Kommission und Räten brechen – Das europäische Parlament stärken Mit dem Lissabon-Vertrag wurde die demokratische Legitimierung von Entscheidungsprozessen gravierend verbessert.
#1528
Das Europäische Parlament als einziges direkt gewähltes Organ der EU entscheidet in fast allen Politikbereichen gleichberechtigt mit dem Rat der EU über europäische Gesetzgebung.
#1529
Doch dabei darf die EU nicht stehen bleiben.
#1530
Der Rat der EU und mit ihm die Mitgliedstaaten sind weiterhin zu gewichtig.
#1531
Noch immer sind ihm einige Politikbereiche exklusiv vorbehalten.
#1532
Darüber hinaus werden noch zu oft durch komplizierte Abstimmungsverfahren und gelegentliche Einstimmigkeitserfordernisse durch nationale Egoismen Gesetze blockiert.
#1533
Die demokratische Pluralität des Parlaments wird so unterminiert.
#1534
Sie muss gestärkt werden gegen die Macht der Kommission, des Rats der EU und des Europäischen Rats.
#1535
DIE LINKE kämpft für ein Europäisches Parlament, in dem es wirklich etwas zu entscheiden gibt: Das Europäische Parlament muss ein uneingeschränktes Initiativrecht bekommen, damit es selbst Gesetzesprozesse anstoßen und so Politik entwickeln kann.
#1536
Im Bereich der Wirtschafts- und Währungsunion soll das EP gleichberechtigt zu Rat und Eurogruppe entscheiden können.
#1537
Nur das Europäische Parlament soll die Kommission und ihre Präsident*in vorschlagen, wählen und abwählen können.
#1538
Das Europäische Parlament soll für seine Zuständigkeiten ein alleiniges Haushaltsrecht bekommen.
#1539
Die EZB muss unter demokratische Entscheidungen und Kontrolle des Europäischen Parlaments gestellt werden.
#1540
Wir wollen die Institutionen der EU grundlegend reformieren und demokratisieren.
#1541
Dabei muss der Grundsatz der Subsidiarität gelten: Politische Entscheidungen in der EU sollen so bürgernah wie möglich getroffen werden.
#1542
Entscheidungen sollen auf den Ebenen getroffen werden, die am stärksten davon betroffen sind: kommunale Angelegenheiten in den Kommunen und Länderangelegenheiten in den nationalen Parlamenten.
#1543
Grundlegende Entscheidungen in der EU müssen vom Europaparlament und den nationalen Parlamenten getroffen werden.


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