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vom 01.03.2026 PDF
#137
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Regierungen der Mitgliedsländer, kommunale und regionale Entscheider, drücken sich unter dem Deckmantel von EU-Beschlüssen vor einer sozialen Politik.
#138Volksentscheide sind in der EU nicht möglich, die Europäische Bürgerinitiative ist eine Farce.
#139Nicht ein-mal das von allen Wahlberechtigten in der EU gewählte Europäische Parlament kann selbst Gesetze einbringen.
#140Wir wollen dagegen die Stimmen der Menschen und ihres Parlamentes zur Geltung bringen.
#141Die EU ist in einer politischen Krise.
#142Gemeinsame Lösungen für alle Mitgliedstaaten zu finden, gelingt kaum noch.
#143Wie oft in der Geschichte soll Aufrüstung politische Einigung ersetzen.
#144In vielen Ländern wächst die extreme Rechte.
#145Sie bedroht das Leben und die Sicherheit vieler Menschen, sie rufen zum Kulturkampf und greifen nach der Macht in Europa.
#146Doch ausgerechnet die Parteien, die die Grundlage für den rechten Erfolg gelegt haben – die neoliberalen, konservativen Parteien und die kraftlose Sozialdemokratie – wollen ihre gescheiterte Politik fortsetzen.
#147Auf die drängenden Probleme geben sie keine Antworten – oder die falschen.
#148Dabei spielt Deutschland – trotz lautstarker Bekenntnisse zur EU, zum Euro und zu internationalen Abkommen und Absprachen – selbst die Rolle des Brandstifters statt der Feuerwehr.
#149Die deutsche Niedrigpreis- und Hochexportwirtschaft hat die wachsenden Spannungen in der Eurozone wesentlich mit verursacht.
#150Gegen die wachsende Ungleichheit braucht es Steuergerechtigkeit, Kampf gegen Steuerflucht und Steuerdumping, die Finanztransaktionsteuer und eine gerechte Digitalsteuer, die den Internetgiganten ihre Privilegien nimmt.
#151Wir müssen Privatisierung und Wettbewerb zurückdrängen und die Bedürfnisse der Menschen in der EU höher bewerten als den Profit für die Unternehmen.
#152Gegen die Klimabedrohung hilft nicht nur ein bisschen grünerer Kapitalismus, wir müssen die Erhaltung von Natur und Umwelt über den Profit stellen.
#153Wir überlassen Europa nicht den Rechten und nicht den Neoliberalen.
#154Nicht Macron oder Merkel sind die Alternative zum Ruck nach rechts.
#155Der Rechtsruck ist Teil einer tiefen politischen Krise und auch ein Ergebnis der neoliberalen Politik.
#156Erfolg im Kampf gegen Rechts kann es nur geben, wenn wir die Grundlagen ändern, von denen die extreme Rechte zehrt: die unsoziale Politik von Wettbewerbsfähigkeit, Schuldenbremse, Privatisierung und die Aushöhlung der Demokratie, die die Bundesregierung vorangetrieben hat.
#157Wir stehen vor einer Weichenstellung: Neustart der Europäischen Union oder eine autoritäre Entwicklung, die Sozialstaat, Demokratie und Frieden entgegensteht.
#158Der Kapitalismus wird immer mehr zur Gefahr für die Demokratie.
#159Die Zeit drängt.
#160Deshalb braucht es eine neue Erzählung von Europa.
#161Progressive linke Politik auf europäischer Ebene bedeutet: Mehr Europa wagen!
#162Einige Erfolge auf dem Weg dorthin tragen schon die Handschrift linker Politik, seien es fortschrittliche Änderungen beim Vergaberecht, sei es das »Konto für alle«, die Durchsetzung des Prinzips gleicher Lohn für gleiche Arbeit in der Entsenderichtlinie oder der verbesserte Datenschutz.
#163Hier zeigt sich der Gebrauchswert linker Politik, genau dafür werden wir gewählt.
#164Wir wollen ein linkes Europa der sozialen Gerechtigkeit, des Humanismus und der internationalen Solidarität gegen die Zerstörung durch die neoliberale Politik der EU und ihrer Mitgliedstaaten durchsetzen.
#165Die Vorstellung eines geeinten Europas beflügelt die Wünsche und Träume vieler Menschen.
#166Auch von uns.
#167Denn es gibt ein anderes Europa: Das Europa der vielen Menschen, die gegen die Privatisierung des Wassers knapp zwei Millionen Unterschriften gesammelt haben und so erreicht haben, dass die Wasserversorgung in öffentlicher Hand bleibt – sie wissen, dass der Markt keine gleichwertigen Lebensverhältnisse schafft.
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