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vom 01.03.2026 PDF
#1438
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85 Prozent aller Geflüchteten weltweit halten sich in Länder des globalen Südens auf.
#1439Ihre Versorgung ist oft katastrophal.
#1440Die EU muss mit gutem Beispiel voran gehen und endlich die Finanzierungslücke des UNO-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR), des Welternährungsprogramms und der Weltgesundheitsorganisation schließen.
#1441Im Fall des UNHCR geht es um knapp vier Milliarden Euro, also nur einen Bruchteil der Rüstungsausgaben.
#1442Effektiver Klimaschutz statt Symbolpolitik!
#1443Wir wollen, dass die EU mit einem Europäischen Klimaschutzplan ihrer Verantwortung dafür gerecht wird, die Erderwärmung möglichst auf maximal 1,5 Grad zu begrenzen.
#1444Der Kohleausstieg muss europaweit sofort beginnen und bis 2030 abgeschlossen sein.
#1445Die 20 schmutzigsten Braunkohlekraftwerke wollen wir bis 2020 abschalten!
#1446Es braucht in der EU eine öffentliche Emissionsbremse (vgl.
#1447Kapitel Klimaschutz kennt keine Grenzen).
#1448Waffenexporte in Europa verbieten!
#1449Wir fordern einen sofortigen Stopp der Exporte von Rüstungsgütern, Waffenteilen und der Lieferung von Rüstungsfabriken.
#1450Europäische Rüstungskonzerne wie Rheinmetall müssen gezwungen werden, ihre Rüstungsproduktion in Diktaturen einzustellen.
#1451Gleiches muss für digitale Technik gelten, die in Konflikten als Waffe eingesetzt werden kann oder die Überwachung und Kontrolle der Telekommunikation und Endgeräte ermöglicht (vgl.
#1452Kapitel Für Frieden in Europa und der Welt).
#1453In Entwicklung investieren!
#1454Wir wollen die Mittel für militärische Interventionen umwidmen und in ein ziviles Aufbau- und Friedenssicherungsprogramme der EU investieren.
#1455Die Gelder für Entwicklungszusammenarbeit wollen wir endlich auf die zugesagten 0,7 Prozent des Bruttoinlandsproduktes anheben.
#1456Dieses Geld soll den Ländern des globalen Südens zur Verfügung gestellt werden, um eine eigenständige Entwicklung zu ermöglichen.
#1457Nicht nur mehr, sondern anders!
#1458Entwicklungsfinanzierung muss öffentlich sein und darf nicht zu einer karitativen Einrichtung werden.
#1459Wir wollen, dass sich Entwicklungszusammenarbeit an den Bedürfnissen der Menschen in den ärmeren Ländern orientiert – anstatt weiter vor allem den Interessen europäischer Unternehmen zu dienen!
#1460Die Verzahnung von Entwicklungs- und Sicherheitspolitik, im Sinne des so genannten Grenzschutzes und der Migrationskontrolle, lehnen wir ab.
#1461Wir fordern eine Kündigung der EU-Deals mit Erdogan und Libyen und einen Stopp entsprechender Vertragsverhandlungen!
#1462Nachhaltige Wirtschaftspolitik statt nationaler Standortkonkurrenz!
#1463Es braucht einen internationalen Ausgleichsmechanismus, der die EU-Staaten mit Exportüberschüssen auf ausgeglichene Handelsbilanzen verpflichtet.
#1464So wird die Wirtschaft stärker auf Nachfrage im Inneren ausgerichtet.
#1465Dafür braucht es ein Ende der Kürzungspolitik, die den Niedriglohnsektor befördert und Löhne in Europa künstlich niedrig hält.
#1466Das exportiert weltweit Armut und ist volkswirtschaftlich schädlich.
#1467(Vgl.
#1468Kapitel Gute Arbeit: gerecht in Europa) Recht auf Nahrung durchsetzen!
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