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vom 01.03.2026 PDF
#121
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Wir sagen dagegen: Seenotrettung ist kein Verbrechen, sondern Pflicht, internationales Seerecht und Selbstverständlichkeit.
#122Wir streiten für solidarische Lösungen, die allen Menschen eine Zukunft ermöglicht.
#123Die denen, die neu in die Europäische Union kommen, das Recht auf die freie Wahl des Aufenthalts und eine gleichberechtigte Teilhabe gibt und gleichzeitig die Kommunen, Länder und Staaten bei der Integration und dem Aufbau einer guten sozialen Versorgung für alle Menschen unterstützt.
#124Solidarität ist unteilbar.
#125So, wie die Europäische Union ist, darf sie nicht bleiben.
#126Was steht auf der Verpackung der EU?
#127Solidarität, Freiheit, Frieden, ein geeintes Europa.
#128Das wäre gut.
#129Aber die EU ist so nicht.
#130Freiheit gilt vor allem für Konzerne und Unternehmen: freier Kapitalverkehr, freier Fluss von Gütern und Dienstleistungen und Arbeitskräften.
#131Die als »Solidarität« bezeichnete Krisenbewältigung hat viele Menschen in Armut und Verzweiflung gestürzt und einer Generation von jungen Menschen die Zukunft gestohlen.
#132Statt gleichwertige Lebensverhältnisse für alle zu schaffen, ist soziale Ungleichheit gewachsen.
#133Gelder, die die Lebensbedingungen der Menschen angleichen sollten, werden in großem Stil vom Sozialen in die Aufrüstung umgeschichtet, die Mitgliedstaaten haben sich zur Aufrüstung verpflichtet.
#134Viele Menschen erleben die EU als fern von ihnen: Entscheidungen fallen, die sie nicht beeinflussen können.
#135Sie hören von der EU, wenn erklärt wird, warum Aufträge in der Kommune an billigere Firmen vergeben werden, die soziale und ökologische Standards missachten.
#136Sie hören von ihr, wenn zentrale Aufgaben der Gesellschaft an private Unternehmen und den Markt übergeben werden – und dann schlechter werden.
#137Regierungen der Mitgliedsländer, kommunale und regionale Entscheider, drücken sich unter dem Deckmantel von EU-Beschlüssen vor einer sozialen Politik.
#138Volksentscheide sind in der EU nicht möglich, die Europäische Bürgerinitiative ist eine Farce.
#139Nicht ein-mal das von allen Wahlberechtigten in der EU gewählte Europäische Parlament kann selbst Gesetze einbringen.
#140Wir wollen dagegen die Stimmen der Menschen und ihres Parlamentes zur Geltung bringen.
#141Die EU ist in einer politischen Krise.
#142Gemeinsame Lösungen für alle Mitgliedstaaten zu finden, gelingt kaum noch.
#143Wie oft in der Geschichte soll Aufrüstung politische Einigung ersetzen.
#144In vielen Ländern wächst die extreme Rechte.
#145Sie bedroht das Leben und die Sicherheit vieler Menschen, sie rufen zum Kulturkampf und greifen nach der Macht in Europa.
#146Doch ausgerechnet die Parteien, die die Grundlage für den rechten Erfolg gelegt haben – die neoliberalen, konservativen Parteien und die kraftlose Sozialdemokratie – wollen ihre gescheiterte Politik fortsetzen.
#147Auf die drängenden Probleme geben sie keine Antworten – oder die falschen.
#148Dabei spielt Deutschland – trotz lautstarker Bekenntnisse zur EU, zum Euro und zu internationalen Abkommen und Absprachen – selbst die Rolle des Brandstifters statt der Feuerwehr.
#149Die deutsche Niedrigpreis- und Hochexportwirtschaft hat die wachsenden Spannungen in der Eurozone wesentlich mit verursacht.
#150Gegen die wachsende Ungleichheit braucht es Steuergerechtigkeit, Kampf gegen Steuerflucht und Steuerdumping, die Finanztransaktionsteuer und eine gerechte Digitalsteuer, die den Internetgiganten ihre Privilegien nimmt.
#151Wir müssen Privatisierung und Wettbewerb zurückdrängen und die Bedürfnisse der Menschen in der EU höher bewerten als den Profit für die Unternehmen.
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