Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

Dokument lesen

-

vom 01.03.2026 PDF
#1316
Wir fordern tiergerechte und ethisch vertretbare Haltungs- und Transportbedingungen für Nutztiere und die Stärkung regionaler Vermarktungskreisläufe.
#1317
Die industrielle Tierhaltung muss durch umwelt- und ressourcenschonende Haltungsformen ersetzt werden.
#1318
DIE LINKE setzt sich für ein EU-weites Tierschutzsiegel sowie eine einheitliche Kennzeichnung von veganen und vegetarischen Lebensmitteln im Einzelhandel ein.
#1319
Tierschutzverbände sollen in der EU ein Verbandsklagerecht erhalten.
#1320
In einer zukünftigen europäischen Verfassung sollen die Rechte von Tieren verankert werden.
#1321
7. Das Sterben beenden – Kontinent der Solidarität statt Festung Europa!
#1322
Einwanderung ist kein Krisenfall.
#1323
Sie hat zu Wohlstand, Demokratie und kultureller Entwicklung wesentlich beigetragen.
#1324
Wir in Europa haben ihr viel zu verdanken: Europa ist längst ein Kontinent der Einwanderung.
#1325
Der Wohlstand der Industriestaaten beruht auf grenzübergreifendem Handel.
#1326
Es wäre nur konsequent, wenn auch Menschen sich frei bewegen könnten.
#1327
Statt gleiche Rechte und grenzübergreifende Solidarität zu stärken, wird von den mächtigen Regierungen dieser Welt weiter eine Politik von Abschottung, Ausbeutung, Krieg und Ausgrenzung betrieben.
#1328
Weltweit sind so viele Menschen auf der Flucht wie noch nie.
#1329
Aber die EU macht die Grenzen dicht und bekämpft die Geflüchteten – nicht die Fluchtursachen.
#1330
An den Grenzen der EU entstehen Massengräber.
#1331
2017 sind allein im Mittelmeer über 3 000 Geflüchtete ums Leben gekommen.
#1332
Das massenhafte Sterben ist ein Ergebnis der Abschottung Europas und der Kriminalisierung der Seenotrettung.
#1333
Das verhöhnt die europäischen Werte von Menschenrechten und Demokratie.
#1334
Es setzt die Menschenrechtskonvention und das internationale Seerecht außer Kraft.
#1335
Dabei sind EU-Kommission, Bundesregierung und europäische Konzerne wesentlich dafür verantwortlich, dass Menschen ihr »Recht zu bleiben« nicht wahrnehmen können und ihre Heimat verlassen müssen.
#1336
Fluchtursachen hängen mit den Kriegen und Bürgerkriegen zusammen, die durch Aufrüstung und Militarisierung vorangetrieben werden.
#1337
Und sie sind ein Ergebnis der weltweiten Ungleichheit zwischen Arm und Reich.
#1338
Sie ist Resultat von Jahrhunderten des Kolonialismus und wächst durch Ausbeutung in unfairen Handelsbeziehungen, durch das Erstarken der großen Agrarfirmen und rücksichtslos agierende Konzerne.
#1339
Zwar behaupten auch die regierenden Parteien in der EU inzwischen, dass sie Fluchtursachen bekämpfen wollen.
#1340
Ihren Worten folgen aber keine Taten.
#1341
Waffenexporte, Kriegseinsätze von EU-Staaten, die Kollaboration mit Diktatoren und der durch die Industrieländer in erster Linie zu verantwortende Klimawandel schaffen immer neue Fluchtursachen.
#1342
»Freihandelsabkommen« mit afrikanischen Staaten, auch wenn sie – wie der »Compact for Africa« – den Anstrich von »Entwicklungspolitik« haben, vertiefen Armut und Instabilität.
#1343
Menschen, die vor den daraus folgenden Lebensumständen fliehen, sind keine »Wirtschaftsflüchtlinge«.
#1344
Die Probleme dieser Weltwirtschaft sind das Ergebnis politischer Entscheidungen – und sie können verändert werden.
#1345
Rechte und Rassisten hetzen gegen diejenigen, die in Europa – oft unter Lebensgefahr – Zuflucht suchen, und propagieren ausgerechnet das Treten nach Unten als »Alternative«.
#1346
Die liberalen Parteien lassen sich in der Einwanderungs- und Flüchtlingspolitik von den Rechten treiben: Der Streit um das Gemeinsame europäische Asyl system (GEAS) zeigt, dass Einigkeit unter den Regierenden in der EU vor allem bei Abschottung, Abschiebung und der Aufrüstung der Grenzen besteht.


Fenster schließen und zurück

Anzeige: