Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 01.03.2026 PDF
#1311
Ausschlaggebend dafür sind wirtschaftliche Interessen: Hühner in Käfigbatterien sind billiger als Hühner in Freilandhaltung, wilde Graupapageien sind billiger als gezüchtete Tiere, und Meeressäuger in Delfinarien versprechen kräftige Gewinne für die Betreiber.
#1312
Die tatsächlichen Schäden an Natur und Umwelt sind in keiner Rechnung aufgelistet.
#1313
DIE LINKE setzt sich für verbindliche Tierschutzvorschriften und Kontrollen der Einhaltung auch auf EU-Ebene ein.
#1314
Wir fordern ein grundsätzliches Verbot von Tierversuchen.
#1315
Stattdessen müssen Alternativen erforscht und gefördert werden.
#1316
Wir fordern tiergerechte und ethisch vertretbare Haltungs- und Transportbedingungen für Nutztiere und die Stärkung regionaler Vermarktungskreisläufe.
#1317
Die industrielle Tierhaltung muss durch umwelt- und ressourcenschonende Haltungsformen ersetzt werden.
#1318
DIE LINKE setzt sich für ein EU-weites Tierschutzsiegel sowie eine einheitliche Kennzeichnung von veganen und vegetarischen Lebensmitteln im Einzelhandel ein.
#1319
Tierschutzverbände sollen in der EU ein Verbandsklagerecht erhalten.
#1320
In einer zukünftigen europäischen Verfassung sollen die Rechte von Tieren verankert werden.
#1321
7. Das Sterben beenden – Kontinent der Solidarität statt Festung Europa!
#1322
Einwanderung ist kein Krisenfall.
#1323
Sie hat zu Wohlstand, Demokratie und kultureller Entwicklung wesentlich beigetragen.
#1324
Wir in Europa haben ihr viel zu verdanken: Europa ist längst ein Kontinent der Einwanderung.
#1325
Der Wohlstand der Industriestaaten beruht auf grenzübergreifendem Handel.
#1326
Es wäre nur konsequent, wenn auch Menschen sich frei bewegen könnten.
#1327
Statt gleiche Rechte und grenzübergreifende Solidarität zu stärken, wird von den mächtigen Regierungen dieser Welt weiter eine Politik von Abschottung, Ausbeutung, Krieg und Ausgrenzung betrieben.
#1328
Weltweit sind so viele Menschen auf der Flucht wie noch nie.
#1329
Aber die EU macht die Grenzen dicht und bekämpft die Geflüchteten – nicht die Fluchtursachen.
#1330
An den Grenzen der EU entstehen Massengräber.
#1331
2017 sind allein im Mittelmeer über 3 000 Geflüchtete ums Leben gekommen.
#1332
Das massenhafte Sterben ist ein Ergebnis der Abschottung Europas und der Kriminalisierung der Seenotrettung.
#1333
Das verhöhnt die europäischen Werte von Menschenrechten und Demokratie.
#1334
Es setzt die Menschenrechtskonvention und das internationale Seerecht außer Kraft.
#1335
Dabei sind EU-Kommission, Bundesregierung und europäische Konzerne wesentlich dafür verantwortlich, dass Menschen ihr »Recht zu bleiben« nicht wahrnehmen können und ihre Heimat verlassen müssen.
#1336
Fluchtursachen hängen mit den Kriegen und Bürgerkriegen zusammen, die durch Aufrüstung und Militarisierung vorangetrieben werden.
#1337
Und sie sind ein Ergebnis der weltweiten Ungleichheit zwischen Arm und Reich.
#1338
Sie ist Resultat von Jahrhunderten des Kolonialismus und wächst durch Ausbeutung in unfairen Handelsbeziehungen, durch das Erstarken der großen Agrarfirmen und rücksichtslos agierende Konzerne.
#1339
Zwar behaupten auch die regierenden Parteien in der EU inzwischen, dass sie Fluchtursachen bekämpfen wollen.
#1340
Ihren Worten folgen aber keine Taten.
#1341
Waffenexporte, Kriegseinsätze von EU-Staaten, die Kollaboration mit Diktatoren und der durch die Industrieländer in erster Linie zu verantwortende Klimawandel schaffen immer neue Fluchtursachen.


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