Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 01.03.2026 PDF
#1128
Der Emissionshandel hat als zentrales Klimaschutzinstrument der EU komplett versagt.
#1129
Stattdessen sind verbindliche EU-Vorgaben erforderlich: etwa nationale Abschaltpläne für Kohlekraftwerke in Verbindung mit europäischen bzw.
#1130
regionalen CO2-Mindestpreisen bzw.
#1131
Begrenzungen von Volllaststunden (Nutzungsgrad der
#1132
Anlage) für jeweils verbliebene Meiler.
#1133
Deutschland soll hier seine europäische Verantwortung wahrnehmen, indem es zunächst die 20 ältesten Braunkohlemeiler über 100 MW Leistung bis 2020 stilllegt und die verbleibenden Kohlekraftwerke drosselt.
#1134
2030 muss der letzte deutsche Kohlemeiler vom Netz.
#1135
Es braucht in der EU eine öffentliche Emissionsbremse!
#1136
Öffentliches Geld darf nicht mehr in Konzerne investiert werden, die Geschäfte mit fossilen Energieträgern machen.
#1137
Zusätzlich fordert DIE LINKE die Einführung einer Kohlenstoffsteuer (Carbon Tax), die alle Industriezweige bzw.
#1138
Branchen umfasst.
#1139
Durch diese wird das Problem an der Wurzel gepackt: Die Externalisierung der Kosten des Klimawandels wird effektiv unterbunden und umweltschonende Technologien und Produkte werden im Vergleich zu ihren schädlichen Konkurrenten attraktiver.
#1140
Der Einstieg in den Kohleausstieg muss europaweit mit Investitionshilfen und einer sozialen Abfederung des Strukturwandels verbunden werden.
#1141
Kohlekraftwerke dürfen nicht über sogenannte »Kapazitätsmärkte« subventioniert werden.
#1142
Dies muss in der europäischen Verordnung zum Strommarkt verboten werden.
#1143
Dies ist ein Beitrag zur Klimagerechtigkeit.
#1144
Dafür brauchen wir entsprechende Regelungen im europäischen Beihilferecht.
#1145
Der Kohleausstieg darf nicht auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden.
#1146
In Deutschland wollen wir aus Bundesmitteln 500 Millionen Euro bereitstellen, um den Strukturwandel in den Braunkohleregionen zu unterstützen und sozial abzusichern.
#1147
Wir setzen uns dafür ein, dass die von der Kohlekommission vor geschlagenen 40 Milliarden Euro für Umbaumaßnahmen eingesetzt werden, die sozial und ökologisch sinnvolle Arbeitsplätze schaffen.
#1148
Der Anteil erneuerbarer Energien am Verbrauch in der EU muss bis 2030 auf mindestens 45 Prozent ansteigen, bis 2040 auf 100 Prozent.
#1149
Die Produktion von erneuerbaren Energien, insbesondere Agroenergien, muss nachhaltig sein.
#1150
Bio-Energien dürfen nicht die Nahrungsmittelversorgung oder Biodiversität gefährden.
#1151
Landgrabbing und Importe von Agrotreibstoffen aus dem globalen Süden lehnen wir ab.
#1152
Die Erzeugung biogener Treibstoffe soll ausschließlich zur Verwendung im Flug- und Schiffsverkehr zugelassen werden.
#1153
Europaweit sollen Kommunen an den Erträgen aus Wind- und Solarkraft beteiligt werden, die Investoren auf dem Gemeindegebiet erwirtschaften.
#1154
DIE LINKE kämpft für den sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie.
#1155
Die europäische Vertragsgemeinschaft EURATOM muss gekündigt und aufgelöst werden.
#1156
Die Europäische Kommission darf in Zukunft keine staatlichen Beihilfen mehr für den Bau von neuen Atomkraftwerken genehmigen.
#1157
Steigerung der Energieeffizienz und Bekämpfung von Energieverschwendung sind Teil unserer Energiewende.
#1158
Die Vorgaben für die Wirtschaft zum Energiesparen und die Energieeffizienzrichtlinie müssen verschärft werden.


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