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vom 01.03.2026 PDF
#1014
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Das ist kein Zufall.
#1015Der private Reichtum wird nicht ausreichend durch Steuern dem Gemeinwohl zugeführt.
#1016DIE LINKE fordert einen EU-weiten Mindeststeuersatz für Unternehmen mit breiten und einheitlichen Bemessungsgrundlagen.
#1017Wir brauchen gemeinsame Mindeststandards für die Besteuerung großer Vermögen und für Spitzeneinkommen.
#1018Der Kampf gegen Steuerflucht muss verschärft werden: durch automatische Meldepflichten für Banken, die Möglichkeit, verdächtige Guthaben einzufrieren, Entzug von Banklizenzen für nichtkooperative Banken, verbesserte Strafverfolgung gegen Steuerhinterziehung und durch Kapitalverkehrskontrollen.
#1019Doppelbesteuerungsabkommen mit unkooperativen Staaten müssen gekündigt werden.
#1020Um Steuertricks von Konzernen – wie die konzerninterne Verschiebung von Gewinnen und Verlusten – zu unter-binden müssen die Steuern gegebenenfalls direkt »an der Quelle« erhoben werden.
#1021Banken, die in Steueroasen operieren, wollen wir die Lizenz entziehen.
#1022Beihilfe zur Steuerhinterziehung und zum Steuerbetrug sind kriminell und müssen bestraft werden.
#1023Die Praxis mit »Cum-Ex«, »Cum-Cum« und »Cum-Fake-Deals«, bei der betrügerisch Erstattungen von Steuern auf Dividenden aus Aktien kassiert werden, muss vollständig unterbunden werden.
#1024Es dürfen nur noch Steuern (zur Vermeidung doppelter Besteuerung) erstattet werden, wo diese wirklich gezahlt wurden.
#1025Finanzbehörden brauchen mehr Personal und der europäische Informationsaustausch muss verbessert werden.
#1026Banken und anderen Dienstleistern, die Steuerhinterziehung und Geldwäsche betreiben, muss die Geschäftslizenz entzogen werden.
#1027Wir brauchen ein Unternehmensstrafrecht gegen Deutsche Bank und Co.
#1028Für mehr Transparenz wollen wir eine öffentliche länderspezifische Berichterstattung von Konzernen über wichtige Kennziffern wie Gewinn, bezahlte Steuern, Umsätze und Beschäftigte auf EU-Ebene sowie eine lückenlose Veröffentlichungspflicht in öffentlichen Registern für alle tatsächlichen Eigentümer von Briefkastenfirmen, Stiftungen, Trusts und Immobilien außer Eigennutzung.
#1029Der Hochfrequenzhandel an der Börse muss ausgebremst werden.
#1030Dafür richten wir endlich eine umfassende Finanztransaktionssteuer von 0,1 Prozent ein, die schädliche Spekulation eindämmt, ohne realwirtschaftlichen Investitionen zu schaden.
#1031Digitalkonzerne zahlen in der Europäischen Union im Schnitt gerade mal neun Prozent Steuern auf ihre Profite, während andere Unternehmen im Schnitt 23 Prozent zahlen.
#1032Die EU-Staaten verlieren dadurch Milliarden Euro an Steuereinnahmen.
#1033Google zahlte 2015/16 auf eine Milliarde Euro Gewinn nur 3,6 Prozent Steuern.
#1034Bis zu 21 Milliarden Euro haben Apples Steuertricks die EU-Mitgliedstaaten alleine in den letzten drei Jahren gekostet.
#1035Das entspräche einem effektiven Steuersatz von gerade einmal 0,7 Prozent.
#1036Das europäische System der Unternehmensbesteuerung unterstützt und fördert dies.
#1037Trotz der von der Europäischen Kommission 2014 eingeleiteten beihilferechtlichen Prüfung macht Apple mit dem Steuerraub weiter.
#1038DIE LINKE fordert deshalb: Abschreibungsregeln für immaterielle Vermögenswerte und Steuergutschriften für Forschungsausgaben müssen europaweit soweit angeglichen werden, dass Digitalunternehmen Steuern in selber Höhe zahlen wie die anderen Unternehmen.
#1039Profite müssen in den Ländern besteuert werden, in denen die Nutzer*innen der Digitaldienste sie nutzen (Virtuelle Betriebsstätte).
#1040Die Bundesregierung darf die Einführung einer Digitalsteuer als Zwischenschritt zur einheitlichen Besteuerung nicht weiter behindern.
#1041Die Höhe des Steuersatzes muss sich am Unterschied der durchschnittlichen Besteuerung von Firmen zu der von Internetkonzernen bemessen.
#10426. Klimaschutz kennt keine Grenzen.
#1043Für ein soziales und ökologisches Europa
#1044Mit LINKS: Das Klima retten
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