Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 01.03.2026 PDF
#1011
Wir wollen Steueroasen innerhalb und außerhalb der EU austrocknen.
#1012
Der private Reichtum in Europa explodiert.
#1013
Die Reichen werden überall in der EU reicher, Armut breitet sich aus.
#1014
Das ist kein Zufall.
#1015
Der private Reichtum wird nicht ausreichend durch Steuern dem Gemeinwohl zugeführt.
#1016
DIE LINKE fordert einen EU-weiten Mindeststeuersatz für Unternehmen mit breiten und einheitlichen Bemessungsgrundlagen.
#1017
Wir brauchen gemeinsame Mindeststandards für die Besteuerung großer Vermögen und für Spitzeneinkommen.
#1018
Der Kampf gegen Steuerflucht muss verschärft werden: durch automatische Meldepflichten für Banken, die Möglichkeit, verdächtige Guthaben einzufrieren, Entzug von Banklizenzen für nichtkooperative Banken, verbesserte Strafverfolgung gegen Steuerhinterziehung und durch Kapitalverkehrskontrollen.
#1019
Doppelbesteuerungsabkommen mit unkooperativen Staaten müssen gekündigt werden.
#1020
Um Steuertricks von Konzernen – wie die konzerninterne Verschiebung von Gewinnen und Verlusten – zu unter-binden müssen die Steuern gegebenenfalls direkt »an der Quelle« erhoben werden.
#1021
Banken, die in Steueroasen operieren, wollen wir die Lizenz entziehen.
#1022
Beihilfe zur Steuerhinterziehung und zum Steuerbetrug sind kriminell und müssen bestraft werden.
#1023
Die Praxis mit »Cum-Ex«, »Cum-Cum« und »Cum-Fake-Deals«, bei der betrügerisch Erstattungen von Steuern auf Dividenden aus Aktien kassiert werden, muss vollständig unterbunden werden.
#1024
Es dürfen nur noch Steuern (zur Vermeidung doppelter Besteuerung) erstattet werden, wo diese wirklich gezahlt wurden.
#1025
Finanzbehörden brauchen mehr Personal und der europäische Informationsaustausch muss verbessert werden.
#1026
Banken und anderen Dienstleistern, die Steuerhinterziehung und Geldwäsche betreiben, muss die Geschäftslizenz entzogen werden.
#1027
Wir brauchen ein Unternehmensstrafrecht gegen Deutsche Bank und Co.
#1028
Für mehr Transparenz wollen wir eine öffentliche länderspezifische Berichterstattung von Konzernen über wichtige Kennziffern wie Gewinn, bezahlte Steuern, Umsätze und Beschäftigte auf EU-Ebene sowie eine lückenlose Veröffentlichungspflicht in öffentlichen Registern für alle tatsächlichen Eigentümer von Briefkastenfirmen, Stiftungen, Trusts und Immobilien außer Eigennutzung.
#1029
Der Hochfrequenzhandel an der Börse muss ausgebremst werden.
#1030
Dafür richten wir endlich eine umfassende Finanztransaktionssteuer von 0,1 Prozent ein, die schädliche Spekulation eindämmt, ohne realwirtschaftlichen Investitionen zu schaden.
#1031
Digitalkonzerne zahlen in der Europäischen Union im Schnitt gerade mal neun Prozent Steuern auf ihre Profite, während andere Unternehmen im Schnitt 23 Prozent zahlen.
#1032
Die EU-Staaten verlieren dadurch Milliarden Euro an Steuereinnahmen.
#1033
Google zahlte 2015/16 auf eine Milliarde Euro Gewinn nur 3,6 Prozent Steuern.
#1034
Bis zu 21 Milliarden Euro haben Apples Steuertricks die EU-Mitgliedstaaten alleine in den letzten drei Jahren gekostet.
#1035
Das entspräche einem effektiven Steuersatz von gerade einmal 0,7 Prozent.
#1036
Das europäische System der Unternehmensbesteuerung unterstützt und fördert dies.
#1037
Trotz der von der Europäischen Kommission 2014 eingeleiteten beihilferechtlichen Prüfung macht Apple mit dem Steuerraub weiter.
#1038
DIE LINKE fordert deshalb: Abschreibungsregeln für immaterielle Vermögenswerte und Steuergutschriften für Forschungsausgaben müssen europaweit soweit angeglichen werden, dass Digitalunternehmen Steuern in selber Höhe zahlen wie die anderen Unternehmen.
#1039
Profite müssen in den Ländern besteuert werden, in denen die Nutzer*innen der Digitaldienste sie nutzen (Virtuelle Betriebsstätte).
#1040
Die Bundesregierung darf die Einführung einer Digitalsteuer als Zwischenschritt zur einheitlichen Besteuerung nicht weiter behindern.
#1041
Die Höhe des Steuersatzes muss sich am Unterschied der durchschnittlichen Besteuerung von Firmen zu der von Internetkonzernen bemessen.


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