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vom 05.09.2026 PDF
#912
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Forschung investiert werden.
#913Erhalten, was uns erhält
#914Der Einsatz von Gentechnik ist aber nicht nur eine Frage der gesetzlichen Zulassung, sondern vielmehr eine Frage der Ethik und der gesellschaftlichen Akzeptanz. Deshalb muss der weitere Umgang mit
#915neuen gentechnischen Verfahren gesellschaftlich breit diskutiert werden.
#916In diesem Zusammenhang halten wir es auch grundsätzlich für höchst problematisch, dass bei der finalen Zulassung einzelner Konstrukte die Kommission und die Mitgliedstaaten im Ständigen Ausschuss ohne das Europäische Parlament entscheiden. Das können wir so nicht
#917akzeptieren.
#918Wir GRÜNEN werden uns dafür einsetzen, dass das Parlament bei dieser Entscheidung angemessen beteiligt und gehört wird.
#919Eine klare Kennzeichnung von Gentechnik ist zentral. Auch
#920Produkte von Tieren, die mit gentechnisch veränderten Futtermitteln gefüttert wurden, müssen als solche gekennzeichnet werden.
#921Für den Schutz des gentechnikfreien konventionellen und ökologischen Landbaus ist ein Standortregister nach wie vor unverzichtbar.
#922Die Regelungen zur gesamtschuldnerischen Haftung sind entsprechend so zu gestalten, dass Mehrkosten und Aufwand, die für den gentechnik freien Landbau entstehen, den Nutzern von Sorten,
#923die mit neuer Gentechnik hergestellt wurden, angerechnet werden.
#924Keine Patente auf Saatgut, Pflanzen und Leben – Klonen,
#925nein danke!
#926Die Patentierbarkeit von Saatgut und neuen Züchtungen sehen wir
#927kritisch.
#928Sie führt zu immer größeren Monopolen der Agrarkonzerne.
#929Landwirt*innen werden damit abhängig gemacht, gerade in den Entwicklungsländern mit fatalen Folgen. Problematisch ist
#930zudem, dass Pestizide bei gentechnisch veränderten Pflanzen häufig eingesetzt werden und die Wahlfreiheit der Verbraucher*innen unterlaufen wird.
#931Der entscheidende Kampf ist daher der um ein Verbot von
#932Patenten auf Saatgut und Leben insgesamt. Züchtung muss, wie
#933seit Jahrtausenden, ein Open-Source-System bleiben. Das Recht auf
#934Nahrung ist ein Menschenrecht, und damit darf es keine Paten te
#935auf Pflanzen und auf Tiere geben. Aus Tierschutzgründen lehnen
#936wir den Einsatz des Klonens in der Landwirtschaft ab.
#937Wir wollen weltweit die Rechte der Kleinbäuer*innen auf freien
#938Austausch und kostenlose Wiederaussaat von Saatgut sichern. Da rüber
#939hinaus wollen wir den Auf- und Ausbau lokaler Saatgutbanken fördern,
#940damit traditionelles Wissen und die biologische Vielfalt erhalten
#941Erhalten, was uns erhält
#942und zugänglich bleiben. Sortenvielfalt ist ein wichtiger Baustein,
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