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vom 05.09.2026 PDF
#903
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Die großen Probleme, die Länder wie die USA oder Argentinien als Folge des Einsatzes von Gentechnik haben – wie ein massiver Einsatz von Totalherbiziden wie Glyphosat, Superunkräuter, Gefährdung landwirtschaftlicher Vielfalt, die große Monopolmacht der Agrarkonzerne sowie die eingeschränkte Verbraucher*innenfreiheit –, unterstreichen, wie wichtig diese Ablehnung war und ist.
#904Dass Europas Äcker heute weitgehend frei von Gentechnik sind, ist ein Erfolg der Bewegung und der Verbraucher*innen gegen Gentechnik.
#905Daher ist es essenziell, dass das Vorsorgeprinzip im Zulassungsverfahren entsprechend der Entscheidung des des Europäischen Gerichtshofs auch gegenüber neuen Verfahren in der Gentechnik
#906europaweit angewandt wird. Auch die neue Gentechnik unterliegt
#907einer strengen Regulierung und Kennzeichnungspflicht.
#908Die Menschen in Europa wollen mehrheitlich keine Gentechnik auf dem Acker und dem Teller – wir setzen uns dafür ein, dass die Wahlfreiheit für Verbraucher*innen und Landwirt*innen auch gegenüber neuen gentechnischen Verfahren gewährleistet wird.
#909Weil gentechnische Veränderungen nicht rückholbar sind, muss sichergestellt werden, dass keine Organismen freigesetzt werden, die Schaden anrichten können.
#910Die Zulassungsverfahren durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) müssen transparent und unabhängig vom Einfluss der Agrarkonzerne durchgeführt werden. Zugleich muss der
#911Fokus auf Umweltgefahren ausgebaut und mehr Geld in öffentliche
#912Forschung investiert werden.
#913Erhalten, was uns erhält
#914Der Einsatz von Gentechnik ist aber nicht nur eine Frage der gesetzlichen Zulassung, sondern vielmehr eine Frage der Ethik und der gesellschaftlichen Akzeptanz. Deshalb muss der weitere Umgang mit
#915neuen gentechnischen Verfahren gesellschaftlich breit diskutiert werden.
#916In diesem Zusammenhang halten wir es auch grundsätzlich für höchst problematisch, dass bei der finalen Zulassung einzelner Konstrukte die Kommission und die Mitgliedstaaten im Ständigen Ausschuss ohne das Europäische Parlament entscheiden. Das können wir so nicht
#917akzeptieren.
#918Wir GRÜNEN werden uns dafür einsetzen, dass das Parlament bei dieser Entscheidung angemessen beteiligt und gehört wird.
#919Eine klare Kennzeichnung von Gentechnik ist zentral. Auch
#920Produkte von Tieren, die mit gentechnisch veränderten Futtermitteln gefüttert wurden, müssen als solche gekennzeichnet werden.
#921Für den Schutz des gentechnikfreien konventionellen und ökologischen Landbaus ist ein Standortregister nach wie vor unverzichtbar.
#922Die Regelungen zur gesamtschuldnerischen Haftung sind entsprechend so zu gestalten, dass Mehrkosten und Aufwand, die für den gentechnik freien Landbau entstehen, den Nutzern von Sorten,
#923die mit neuer Gentechnik hergestellt wurden, angerechnet werden.
#924Keine Patente auf Saatgut, Pflanzen und Leben – Klonen,
#925nein danke!
#926Die Patentierbarkeit von Saatgut und neuen Züchtungen sehen wir
#927kritisch.
#928Sie führt zu immer größeren Monopolen der Agrarkonzerne.
#929Landwirt*innen werden damit abhängig gemacht, gerade in den Entwicklungsländern mit fatalen Folgen. Problematisch ist
#930zudem, dass Pestizide bei gentechnisch veränderten Pflanzen häufig eingesetzt werden und die Wahlfreiheit der Verbraucher*innen unterlaufen wird.
#931Der entscheidende Kampf ist daher der um ein Verbot von
#932Patenten auf Saatgut und Leben insgesamt. Züchtung muss, wie
#933seit Jahrtausenden, ein Open-Source-System bleiben. Das Recht auf
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