Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 05.09.2026 PDF
#876
Die industrielle Landwirtschaft ist eine Hauptursache für das Artensterben.
#877
Wichtige Lebensräume für Tiere und Pflanzen gehen durch Ackergifte, Überdüngung, Monokulturen, intensive Landnutzung und
#878
fehlende Wildnis verloren.
#879
Wir reduzieren den Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft drastisch, indem wir die giftigsten Pestizide sofort verbieten – darunter auch alle Neonikotinoide, denn sie schaden unseren Insekten und Bienen massiv.
#880
Für das Ende des Totalherbizids Glyphosat setzen wir uns weiterhin mit aller Kraft ein – und machen Druck auf die Bundesregierung, die schon einmal auf EUEbene für die Verlängerung der Glyphosat-Zulassung gestimmt hat. Die Zulassungsverfahren für Pestizide wollen wir auf Basis
#881
eines gestärkten Vorsorgeprinzips reformieren und das zugrunde
#882
liegende Wissenschaftsprinzip transparenter machen. Es braucht
#883
dringend eine unabhängige Risikobewertung sowie strenge
#884
Kontroll mechanismen.
#885
Als weitere Maßnahme gegen das Insekten- und Vogelsterben
#886
fordern wir die Schaffung von ökologischen Vorrangflächen, wie zum
#887
Beispiel Blühstreifen, Hecken, Feldlerchenfenstern, Extensivgrünland oder Streuobstwiesen, in jedem landwirtschaftlichen Betrieb.
#888
Landwirtschaftliche Ökosysteme stärken!
#889
Eine andere Landwirtschaft bedeutet auch, anders anzubauen – gerade im Lichte der Klimaauswirkungen.
#890
Das Potenzial verschiedenster Anbaumethoden, robuste landwirtschaftliche Ökosysteme zu bilden – von Push-and-pull-Techniken und Permakultur bis zu
#891
Erhalten, was uns erhält
#892
Agroforstsystemen –, ist ebenso riesig wie das Potenzial ökologischer Anbautechniken, widerstandsfähig gegenüber Krankheiten, Trockenheit, Versalzung, Vernässung zu sein.
#893
Dieses Potenzial ist aber in Europa nur in Ansätzen erforscht.
#894
Wir fordern daher eine deutlich stärkere Forschungsförderung in diesem Bereich.
#895
Denn aktuell werden agrarökologische Methoden – zu denen auch der zertifizierte Ökolandbau gehört – in Europa und weltweit nur mit einem Bruchteil der finanziellen Mittel erforscht und weiterentwickelt, die konventionelle und gentechnische Ansätze erhalten.
#896
Wir setzen uns auch für den Erhalt wertvoller Kulturlandschaften ein, beispielsweise der
#897
Streuobstbestände.
#898
Wir GRÜNEN lehnen seit vielen Jahren – anders als Gentechnik
#899
teilweise im medizinischen Bereich und bei der industriellen Produktion – den Einsatz von Gentechnik in der Landwirtschaft ab.
#900
So, wie Gentechnik in der Landwirtschaft stattfindet, trägt sie zum Ausbau
#901
der Monopole großer Agrarkonzerne bei und führt zu einem Verlust
#902
an Biodiversität und landwirtschaftlicher Vielfalt.
#903
Die großen Probleme, die Länder wie die USA oder Argentinien als Folge des Einsatzes von Gentechnik haben – wie ein massiver Einsatz von Totalherbiziden wie Glyphosat, Superunkräuter, Gefährdung landwirtschaftlicher Vielfalt, die große Monopolmacht der Agrarkonzerne sowie die eingeschränkte Verbraucher*innenfreiheit –, unterstreichen, wie wichtig diese Ablehnung war und ist.
#904
Dass Europas Äcker heute weitgehend frei von Gentechnik sind, ist ein Erfolg der Bewegung und der Verbraucher*innen gegen Gentechnik.
#905
Daher ist es essenziell, dass das Vorsorgeprinzip im Zulassungsverfahren entsprechend der Entscheidung des des Europäischen Gerichtshofs auch gegenüber neuen Verfahren in der Gentechnik
#906
europaweit angewandt wird. Auch die neue Gentechnik unterliegt


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