Dokument lesen
-
vom 04.09.2026 PDF
#825
Fenster schließen und zurück
definiert werden, damit die Mitgliedstaaten nicht um den nied rigsten Standard konkurrieren.
#826Voraussetzung für jedwede Förderung ist das Einhalten von Umwelt- und Sozialstandards, die ebenfalls für alle Mitgliedstaaten auf EU-Ebene festgelegt werden
#827müssen. Im Rahmen der GAP fordern wir einen Naturschutzfonds
#828von 15 Milliarden Euro jährlich für Naturschutzmaßnahmen in der
#829Agrarlandschaft.
#830Die EU muss zum Ziel haben, Kleinbäuer*innen in ärmeren
#831Ländern dabei zu unterstützen, mit agrarökologischen Methoden
#832Lebensmittel für lokale und regionale Märkte herzustellen und so
#833zur Ernährungssicherheit und -souveränität beizutragen.
#834Gleichzeitig müssen die Länder auch stärker beim Aufbau von Wertschöpfungsketten unterstützt werden.
#835Wir wollen ein Monitoring der externen Auswirkungen der GAP einführen.
#836Auch die Übermacht des Einzelhandels trägt dazu bei, dass
#837Landwirt*innen in Europa in einen brutalen Wettbewerb sowie
#838Kleinsterzeuger*innen wie etwa in Afrika und Lateinamerika in
#839den Ruin getrieben werden. Umwelt, Menschen und Tiere bleiben
#840langfristig auf der Strecke. Der Einzelhandel kann und muss einen
#841großen Beitrag zur Agrarwende leisten.
#842Daher wollen wir auch marktregulierende Mechanismen prüfen, um die Preise zu stabilisieren.
#843Wir fordern europaweite Regelungen, um Preisdumping im Lebensmittelbereich zu beenden.
#844Erhalten, was uns erhält
#845Landspekulation und Aufkauf von Land eindämmen
#846Das bisher hauptsächlich in Entwicklungsländern um sich greifende
#847Landgrabbing wird zunehmend auch in Europa zum Problem.
#848Privatpersonen und Großinvestoren entdecken Ackerland als sichere Kapital anlage.
#849Für die ländlichen Regionen hat das fatale Auswirkungen: Für bestehende bäuerliche Betriebe oder Existenzgründer*innen ist
#850es kaum noch möglich, zu fairen Preisen Land zu erwerben oder zu
#851pachten.
#852Bäuerliche Betriebe sollen vor Agrarkonzernen und Bodenspekulation geschützt werden, etwa durch verpflichtende Obergrenzen für Agrarzahlungen pro Nutznießer (und nicht nur pro Tochterunternehmen), mehr Geld für die ersten Hektare, um kleine und mittlere Betriebe zu unterstützen, Einstiegserleichterungen für Neugründungen, Transparenz der Eigentumsverhältnisse, Monitoring der Preise und des Zustands des Bodens durch eine europäische Beobachtungsstelle.
#853Landwirtschaftlicher Boden muss vor Spekula tionen geschützt werden.
#854Antibiotikaresistente Bakterien aus landwirtschaftlicher Tierhaltung können beim Menschen zu Infektionen und Todesfällen führen. Wir setzen uns für eine antibiotikafreie Tierhaltung ein.
#855Damit stärken wir die menschliche Gesundheit, sorgen für eine tiergerechte Haltung und senken den Nitratgehalt in den Gewässern.
Fenster schließen und zurück
Anzeige: