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vom 04.09.2026 PDF
#821
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Gleiches gilt beispielsweise für Betriebe, die weniger oder gar keine Pestizide einsetzen oder Naturschutzmaßnahmen durchführen.
#822Die bisher überwiegend an der Fläche anknüpfende Förderung, die vor allem industriell wirtschaftenden Betrieben zugutekommt, soll abgeschafft werden.
#823Nur mit dem Prinzip „öffentliches Geld für öffentliche Leistung“ lassen sich die hohen Agrarzahlungen noch rechtfertigen.
#824Die Vorgaben für diese Leistungen müssen auf EU-Ebene
#825definiert werden, damit die Mitgliedstaaten nicht um den nied rigsten Standard konkurrieren.
#826Voraussetzung für jedwede Förderung ist das Einhalten von Umwelt- und Sozialstandards, die ebenfalls für alle Mitgliedstaaten auf EU-Ebene festgelegt werden
#827müssen. Im Rahmen der GAP fordern wir einen Naturschutzfonds
#828von 15 Milliarden Euro jährlich für Naturschutzmaßnahmen in der
#829Agrarlandschaft.
#830Die EU muss zum Ziel haben, Kleinbäuer*innen in ärmeren
#831Ländern dabei zu unterstützen, mit agrarökologischen Methoden
#832Lebensmittel für lokale und regionale Märkte herzustellen und so
#833zur Ernährungssicherheit und -souveränität beizutragen.
#834Gleichzeitig müssen die Länder auch stärker beim Aufbau von Wertschöpfungsketten unterstützt werden.
#835Wir wollen ein Monitoring der externen Auswirkungen der GAP einführen.
#836Auch die Übermacht des Einzelhandels trägt dazu bei, dass
#837Landwirt*innen in Europa in einen brutalen Wettbewerb sowie
#838Kleinsterzeuger*innen wie etwa in Afrika und Lateinamerika in
#839den Ruin getrieben werden. Umwelt, Menschen und Tiere bleiben
#840langfristig auf der Strecke. Der Einzelhandel kann und muss einen
#841großen Beitrag zur Agrarwende leisten.
#842Daher wollen wir auch marktregulierende Mechanismen prüfen, um die Preise zu stabilisieren.
#843Wir fordern europaweite Regelungen, um Preisdumping im Lebensmittelbereich zu beenden.
#844Erhalten, was uns erhält
#845Landspekulation und Aufkauf von Land eindämmen
#846Das bisher hauptsächlich in Entwicklungsländern um sich greifende
#847Landgrabbing wird zunehmend auch in Europa zum Problem.
#848Privatpersonen und Großinvestoren entdecken Ackerland als sichere Kapital anlage.
#849Für die ländlichen Regionen hat das fatale Auswirkungen: Für bestehende bäuerliche Betriebe oder Existenzgründer*innen ist
#850es kaum noch möglich, zu fairen Preisen Land zu erwerben oder zu
#851pachten.
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