Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 04.09.2026 PDF
#814
ausschließlich die über gesetzliche Standards hinausgehenden
#815
Leistungen der Landwirt*innen für das Gemeinwohl fördern und
#816
ihnen so Alternativen zum Prinzip „Wachse oder weiche!“ eröffnen.
#817
Öffentliche Mittel müssen für eine echte Transformation hin zu
#818
einer für Mensch, Natur und Umwelt nachhaltigen Landwirtschaft
#819
verwendet werden. Der Ausbau der ökologischen Landwirtschaft,
#820
eine natur- und artgerechte Landwirtschaft wie auch eine artgerechte und flächengebundene Tierhaltung werden dann gezielt unterstützt.
#821
Gleiches gilt beispielsweise für Betriebe, die weniger oder gar keine Pestizide einsetzen oder Naturschutzmaßnahmen durchführen.
#822
Die bisher überwiegend an der Fläche anknüpfende Förderung, die vor allem industriell wirtschaftenden Betrieben zugutekommt, soll abgeschafft werden.
#823
Nur mit dem Prinzip „öffentliches Geld für öffentliche Leistung“ lassen sich die hohen Agrarzahlungen noch rechtfertigen.
#824
Die Vorgaben für diese Leistungen müssen auf EU-Ebene
#825
definiert werden, damit die Mitgliedstaaten nicht um den nied rigsten Standard konkurrieren.
#826
Voraussetzung für jedwede Förderung ist das Einhalten von Umwelt- und Sozialstandards, die ebenfalls für alle Mitgliedstaaten auf EU-Ebene festgelegt werden
#827
müssen. Im Rahmen der GAP fordern wir einen Naturschutzfonds
#828
von 15 Milliarden Euro jährlich für Naturschutzmaßnahmen in der
#829
Agrarlandschaft.
#830
Die EU muss zum Ziel haben, Kleinbäuer*innen in ärmeren
#831
Ländern dabei zu unterstützen, mit agrarökologischen Methoden
#832
Lebensmittel für lokale und regionale Märkte herzustellen und so
#833
zur Ernährungssicherheit und -souveränität beizutragen.
#834
Gleichzeitig müssen die Länder auch stärker beim Aufbau von Wertschöpfungsketten unterstützt werden.
#835
Wir wollen ein Monitoring der externen Auswirkungen der GAP einführen.
#836
Auch die Übermacht des Einzelhandels trägt dazu bei, dass
#837
Landwirt*innen in Europa in einen brutalen Wettbewerb sowie
#838
Kleinsterzeuger*innen wie etwa in Afrika und Lateinamerika in
#839
den Ruin getrieben werden. Umwelt, Menschen und Tiere bleiben
#840
langfristig auf der Strecke. Der Einzelhandel kann und muss einen
#841
großen Beitrag zur Agrarwende leisten.
#842
Daher wollen wir auch marktregulierende Mechanismen prüfen, um die Preise zu stabilisieren.
#843
Wir fordern europaweite Regelungen, um Preisdumping im Lebensmittelbereich zu beenden.
#844
Erhalten, was uns erhält


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