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vom 04.09.2026 PDF
#778
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und Böden schützen.
#779Wir setzen uns außerdem gegen Lebensmittelverschwendung
#780ein: Wie schon in Frankreich praktiziert, müssen Supermärkte mit
#781einer Größe von mehr als 400 Quadratmetern ihre nicht verkauften
#782Lebensmittel entweder an karitative Einrichtungen spenden, in dafür eingerichteten Regalen kennzeichnen und kostenlos abgeben oder als Tierfutter bzw.
#783Kompost recyceln.
#784Bis dahin entkriminalisieren wir das Containern.
#785Mit Förderprogrammen für Foodsharing und dem Ersatz des Mindesthaltbarkeitsdatums durch ein Verzehrdatum
#786erhöhen wir die Verwertbarkeit von Lebensmitteln.
#787Erhalten, was uns erhält
#788Zusammen mit Landwirt*innen und Umweltverbänden haben
#789wir schon viel erreicht: Immer mehr Verbraucher*innen in der EU
#790wollen gesunde, ökologisch und regional produzierte Lebensmittel.
#791Daher ist Bio-Landbau längst ein fester Bestandteil der europäischen Landwirtschaft geworden.
#792Genauso setzen sich immer mehr Menschen in der EU mit uns für eine bessere Tierhaltung und mehr
#793Umweltschutz in der Landwirtschaft ein, wie zuletzt die Europäische
#794Bürgerinitiative gegen Glyphosat gezeigt hat.
#795Doch der Handlungsdruck bleibt groß.
#796Unser mittelfristiges Ziel muss sein, die Landwirtschaft in der EU nach ökologischen Kriterien auszurichten, ähnlich wie das EU-Bio-Siegel sie gegenwärtig schon vorsieht.
#797Durch intensive Landwirtschaft und Monokulturen gehen noch
#798immer europaweit fruchtbare Böden verloren, das Artensterben geht
#799ungebremst weiter, der Pestizideinsatz ist ungemindert hoch und
#800industrielle Tierhaltung degradiert Tiere zu Rohstoffen.
#801Die Landwirtschaft, die zu den Hauptbetroffenen der Klimakrise gehört, ist selbst für einen nicht geringen Anteil des Ausstoßes klimaschädlicher Gase und dadurch mit für die Erderhitzung verantwortlich.
#802Es ist höchste Zeit, eine Agrar- und Ernährungspolitik zu entwickeln, die die Landwirtschaft in der EU zukunftsfähig macht.
#803Der Schutz von Klima, Boden, Wasser, Artenvielfalt und Tieren steht im
#804Mittelpunkt dieser neuen Landwirtschaftspolitik. Die Agrarpolitik
#805sollte dazu beitragen, dass die Konsum- und Produktionsstrukturen
#806in Europa nicht die natürlichen Ressourcen und die Lebensgrundlagen bei uns in Europa und in sich entwickelnden Ländern zerstören, indem EU-Agrarprodukte zu Dumpingpreisen die Märkte Afrikas, Asiens und Lateinamerikas überfluten.
#807Vielmehr muss sie dazu beitragen, dass die bäuerliche Landwirtschaft weltweit erhalten wird und die nachhaltigen Entwicklungsziele erreicht werden.
#808Qualität statt Masse – Neuausrichtung der Agrarförderung
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