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vom 04.09.2026 PDF
#772
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Verbraucher*innen haben das Recht, zu wissen, was drin ist.
#773Sie wollen gutes Essen ohne Gentechnik, Antibiotikarückstände und Geschmacksverstärker.
#774Deshalb fordern wir eine leicht verständliche Nährwertampel, eine Reduktion von Zucker, Salz
#775und Fett in hochverarbeiteten Lebensmitteln und eine obligatorische Tierhaltungs- und Gentechnikkennzeichung.
#776Wir setzen uns für eine nachhaltige Ernährung ein, die gut für die Verbraucher*innen
#777ist und bei der Stadt und Land gemeinsam Umwelt, Klima, Tiere
#778und Böden schützen.
#779Wir setzen uns außerdem gegen Lebensmittelverschwendung
#780ein: Wie schon in Frankreich praktiziert, müssen Supermärkte mit
#781einer Größe von mehr als 400 Quadratmetern ihre nicht verkauften
#782Lebensmittel entweder an karitative Einrichtungen spenden, in dafür eingerichteten Regalen kennzeichnen und kostenlos abgeben oder als Tierfutter bzw.
#783Kompost recyceln.
#784Bis dahin entkriminalisieren wir das Containern.
#785Mit Förderprogrammen für Foodsharing und dem Ersatz des Mindesthaltbarkeitsdatums durch ein Verzehrdatum
#786erhöhen wir die Verwertbarkeit von Lebensmitteln.
#787Erhalten, was uns erhält
#788Zusammen mit Landwirt*innen und Umweltverbänden haben
#789wir schon viel erreicht: Immer mehr Verbraucher*innen in der EU
#790wollen gesunde, ökologisch und regional produzierte Lebensmittel.
#791Daher ist Bio-Landbau längst ein fester Bestandteil der europäischen Landwirtschaft geworden.
#792Genauso setzen sich immer mehr Menschen in der EU mit uns für eine bessere Tierhaltung und mehr
#793Umweltschutz in der Landwirtschaft ein, wie zuletzt die Europäische
#794Bürgerinitiative gegen Glyphosat gezeigt hat.
#795Doch der Handlungsdruck bleibt groß.
#796Unser mittelfristiges Ziel muss sein, die Landwirtschaft in der EU nach ökologischen Kriterien auszurichten, ähnlich wie das EU-Bio-Siegel sie gegenwärtig schon vorsieht.
#797Durch intensive Landwirtschaft und Monokulturen gehen noch
#798immer europaweit fruchtbare Böden verloren, das Artensterben geht
#799ungebremst weiter, der Pestizideinsatz ist ungemindert hoch und
#800industrielle Tierhaltung degradiert Tiere zu Rohstoffen.
#801Die Landwirtschaft, die zu den Hauptbetroffenen der Klimakrise gehört, ist selbst für einen nicht geringen Anteil des Ausstoßes klimaschädlicher Gase und dadurch mit für die Erderhitzung verantwortlich.
#802Es ist höchste Zeit, eine Agrar- und Ernährungspolitik zu entwickeln, die die Landwirtschaft in der EU zukunftsfähig macht.
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