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vom 04.09.2026 PDF
#722
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Der Schutz und die Bereitstellung globaler Gemeingüter erfordern multilaterale Kooperation und angemessene Lastenteilung nach dem Prinzip der „gemeinsamen, aber unterschiedlichen Verantwortung“. Nach dem Beispiel des Pariser
#723Klimaschutzabkommens streben wir globale Vereinbarungen mit
#724vergleichbarem Konkretisierungsgrad zum Erhalt der Biodiversität
#725und für den Meeresschutz an.
#726In den letzten Jahren war es immer wieder die Europäische
#727Union, die im Bereich der Umwelt- und Naturschutzgesetzgebung
#728Druck gemacht hat. Und es waren die nationalen Regierungen, die
#729sie verwässert oder nicht erfüllt haben.
#730Dann sanktioniert die EU: Um einen der letzten intakten Urwälder in Europa zu retten, hat der Europäische Gerichtshof die polnische Regierung durch Androhung von Strafzahlungen gezwungen, die Abholzung des Białowieża-Waldes
#731zu stoppen. Ebenso hat die EU Deutschland aufgrund der zu hohen
#732Nitratwerte in unserem Wasser verurteilt.
#733Die gute gesetzliche Grundlage beim europäischen Umweltund Naturschutz muss von der EU-Kommission und den Mitgliedstaaten umfassend umgesetzt werden.
#734Hierzu sind auf allen Ebenen personelle und finanzielle Kapazitäten zu schaffen. Außerdem muss
#735die EU-Kommission ihre Rolle als Hüterin der Verträge und des
#736EU-Rechts ernst nehmen und hierfür Verstöße gegen das europäische Umweltrecht konsequent durch Vertragsverletzungsverfahren ahnden.
#737Umweltschädliche Subventionen und umweltschädliche Imund Exporte wollen wir abbauen und damit nachhaltige Produkte und Produktionsverfahren fördern.
#738Außerdem wollen wir transeuropäische grüne Korridore für Biotope vorantreiben und den Naturschutz besser finanzieren.
#739Um Lebensgrundlagen in der EU zu Erhalten, was uns erhält
#740erhalten, braucht es eine intakte Natur.
#741Dafür fördern wir mehr Wildnisflächen: Möglichst bis 2030 wollen wir die Wildnisflächen in der Europäischen Union verdoppeln.
#742Dafür muss Deutschland mit gutem Beispiel vorangehen und sein beschlossenes Ziel von 2 Prozent Wildnis bis 2020 umsetzen. Doch all das bringt uns nur voran, wenn
#743wir das mit einer Agrarwende, weniger Pestiziden und Dünger auf
#744den Feldern, mehr agrarstrukturellen Elementen wie Hecken, Randstreifen oder Blühflächen und mehr ökologischem Landbau verbinden.
#745Eine artenreiche Landschaft ist nur mit einer vielfältig strukturierten Landwirtschaft zu erreichen.
#746Für Umwelt- und Tierschutzverbände wollen wir ein volles
#747Verbandsklagerecht schaffen, mit dem Verstöße gegen Umwelt- und
#748Tierschutzgesetze geahndet werden können.
#749Nur so kann der Umweltund Tierschutz gegenüber kurzfristigen Industrieinteressen gestärkt werden. Hierzu wollen wir den Anwendungsbereich des Vorschlags der
#750EU-Kommission über eine Verbandsklage im Verbraucher*innenrecht
#751entsprechend ausweiten.
#752Wir wollen die Entscheidungsprozesse demokratisieren, indem wir die Bürgerbeteiligung stärken und Lobbyismus regulieren.
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