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vom 04.09.2026 PDF
#708
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Wir setzen unsere ganze Kraft dafür ein, den negativen Trend
#709beim Artensterben zu stoppen.
#710Wir wollen eine artenreiche und intakte Natur erhalten und dort wiederherstellen, wo sie bereits Schaden genommen hat. Das bedeutet auch, dass wir Natura-2000-Gebiete
#711verteidigen, verbessern und Schutzgebiete wo möglich vergrößern.
#712Wir wollen, dass Großschutzgebiete besser geschützt und entwickelt
#713werden.
#714Dazu gehören insbesondere Nationalparks, Biosphärenreservate und auch Naturparks.
#715Wir begrüßen die Rückkehr von Luchs Erhalten, was uns erhält
#716und Wolf, den besonderen Schutzstatus dieser Arten wollen wir erhalten.
#717Ein gutes Wolfsmanagement mit Programmen zum Wildtiermonitoring und zur Vermeidung von Mensch-Wildtier-Konflikten werden wir fördern.
#718Die EU, und damit ihre Mitgliedstaaten, hat sich im Rahmen
#719der Vereinten Nationen verpflichtet, den Artenrückgang und die Zerstörung natürlicher Lebensräume bis 2020 aufzuhalten, und wird diese Ziele voraussichtlich deutlich verfehlen. Wir fordern daher,
#720umgehend eine ambitionierte Strategie zum Erhalt der biologi schen Vielfalt für den Zeitraum nach 2020 und ein Nachfolgeprogramm für das 7. Umweltaktionsprogramm zu erarbeiten.
#721Die globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung wollen wir darin als neue Leitprinzipien verankern.
#722Der Schutz und die Bereitstellung globaler Gemeingüter erfordern multilaterale Kooperation und angemessene Lastenteilung nach dem Prinzip der „gemeinsamen, aber unterschiedlichen Verantwortung“. Nach dem Beispiel des Pariser
#723Klimaschutzabkommens streben wir globale Vereinbarungen mit
#724vergleichbarem Konkretisierungsgrad zum Erhalt der Biodiversität
#725und für den Meeresschutz an.
#726In den letzten Jahren war es immer wieder die Europäische
#727Union, die im Bereich der Umwelt- und Naturschutzgesetzgebung
#728Druck gemacht hat. Und es waren die nationalen Regierungen, die
#729sie verwässert oder nicht erfüllt haben.
#730Dann sanktioniert die EU: Um einen der letzten intakten Urwälder in Europa zu retten, hat der Europäische Gerichtshof die polnische Regierung durch Androhung von Strafzahlungen gezwungen, die Abholzung des Białowieża-Waldes
#731zu stoppen. Ebenso hat die EU Deutschland aufgrund der zu hohen
#732Nitratwerte in unserem Wasser verurteilt.
#733Die gute gesetzliche Grundlage beim europäischen Umweltund Naturschutz muss von der EU-Kommission und den Mitgliedstaaten umfassend umgesetzt werden.
#734Hierzu sind auf allen Ebenen personelle und finanzielle Kapazitäten zu schaffen. Außerdem muss
#735die EU-Kommission ihre Rolle als Hüterin der Verträge und des
#736EU-Rechts ernst nehmen und hierfür Verstöße gegen das europäische Umweltrecht konsequent durch Vertragsverletzungsverfahren ahnden.
#737Umweltschädliche Subventionen und umweltschädliche Imund Exporte wollen wir abbauen und damit nachhaltige Produkte und Produktionsverfahren fördern.
#738Außerdem wollen wir transeuropäische grüne Korridore für Biotope vorantreiben und den Naturschutz besser finanzieren.
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