Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 04.09.2026 PDF
#701
Auf den Wiesen und in den Wäldern wird es stiller, es brummt, summt
#702
und zwitschert immer weniger: Die Vogelpopulation in Deutschland hat sich in den letzten 30 Jahren halbiert, die Anzahl von Insekten ist seit 1989 um bis zu 80 Prozent zurückgegangen.
#703
Rund ein Drittel der bei uns heimischen Arten sind bedroht, darunter viele
#704
Bienen. Diese sind jedoch essenziell für die gesamte Landwirtschaft.
#705
Ihr Fehlen bedeutet daher auch einen großen volkswirtschaftlichen
#706
Schaden. Auch in anderen europäischen Ländern sieht die Situa tion
#707
nicht viel besser aus.
#708
Wir setzen unsere ganze Kraft dafür ein, den negativen Trend
#709
beim Artensterben zu stoppen.
#710
Wir wollen eine artenreiche und intakte Natur erhalten und dort wiederherstellen, wo sie bereits Schaden genommen hat. Das bedeutet auch, dass wir Natura-2000-Gebiete
#711
verteidigen, verbessern und Schutzgebiete wo möglich vergrößern.
#712
Wir wollen, dass Großschutzgebiete besser geschützt und entwickelt
#713
werden.
#714
Dazu gehören insbesondere Nationalparks, Biosphärenreservate und auch Naturparks.
#715
Wir begrüßen die Rückkehr von Luchs Erhalten, was uns erhält
#716
und Wolf, den besonderen Schutzstatus dieser Arten wollen wir erhalten.
#717
Ein gutes Wolfsmanagement mit Programmen zum Wildtiermonitoring und zur Vermeidung von Mensch-Wildtier-Konflikten werden wir fördern.
#718
Die EU, und damit ihre Mitgliedstaaten, hat sich im Rahmen
#719
der Vereinten Nationen verpflichtet, den Artenrückgang und die Zerstörung natürlicher Lebensräume bis 2020 aufzuhalten, und wird diese Ziele voraussichtlich deutlich verfehlen. Wir fordern daher,
#720
umgehend eine ambitionierte Strategie zum Erhalt der biologi schen Vielfalt für den Zeitraum nach 2020 und ein Nachfolgeprogramm für das 7. Umweltaktionsprogramm zu erarbeiten.
#721
Die globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung wollen wir darin als neue Leitprinzipien verankern.
#722
Der Schutz und die Bereitstellung globaler Gemeingüter erfordern multilaterale Kooperation und angemessene Lastenteilung nach dem Prinzip der „gemeinsamen, aber unterschiedlichen Verantwortung“. Nach dem Beispiel des Pariser
#723
Klimaschutzabkommens streben wir globale Vereinbarungen mit
#724
vergleichbarem Konkretisierungsgrad zum Erhalt der Biodiversität
#725
und für den Meeresschutz an.
#726
In den letzten Jahren war es immer wieder die Europäische
#727
Union, die im Bereich der Umwelt- und Naturschutzgesetzgebung
#728
Druck gemacht hat. Und es waren die nationalen Regierungen, die
#729
sie verwässert oder nicht erfüllt haben.
#730
Dann sanktioniert die EU: Um einen der letzten intakten Urwälder in Europa zu retten, hat der Europäische Gerichtshof die polnische Regierung durch Androhung von Strafzahlungen gezwungen, die Abholzung des Białowieża-Waldes
#731
zu stoppen. Ebenso hat die EU Deutschland aufgrund der zu hohen


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