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vom 04.09.2026 PDF
#601
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und sozial umzugestalten.
#602Unser Ziel ist ein Wirtschafts- und Finanzsystem, das nicht auf Kosten von Mensch und Umwelt geht und sich an den planetaren Grenzen orientiert. Dazu müssen unter anderem
#603die sozialen und ökologischen Kosten unserer Art, zu wirtschaften
#604und zu leben, transparent gemacht und in die Preise integriert werden.
#605Mögliche negative Auswirkungen auf die Verteilungsgerechtigkeit müssen angemessen aufgefangen werden.
#606Wir GRÜNEN bleiben Erhalten, was uns erhält
#607dagegen hartnäckig, wenn es darum geht, der Wirtschaft einen ökologischen und sozialen Rahmen zu setzen.
#608Erst dieser Rahmen ermöglicht es der Wirtschaft, in einem fairen Wettbewerb ihre Innovationskraft, ihre Ingenieurskunst und ihre technologischen Stärken unter Beweis zu stellen. Das wollen wir unterstützen.
#609Wir wollen eine Modernisierungsoffensive zur Förderung
#610ressourcenschonender und CO₂-armer Innovationen. Dafür brauchen
#611wir eine industriepolitische Strategie, die die europäische Wirtschaft fit für die Zukunft macht und eine neue Wirtschaftsdynamik entfacht.
#612So vereinen wir eine hohe Lebensqualität und gute Jobs mit dem Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen.
#613Wir wollen einen Wettbewerb um die ökologischste Produktionsweise entfachen.
#614Die Ökodesign-Richtlinie muss Recycling und Ressourceneffizienz fördern und fordern.
#615Auch wollen wir erreichen, dass die jeweils ressourcenschonendste Produktionsweise nach einiger Zeit zum Standard erklärt wird, den dann alle einhalten müssen.
#616Die Ökodesign-Richtlinie hat das Potenzial, 90 Milliarden Euro pro Jahr an Energie- und Ma terialkosten einzusparen und 1 Million Jobs zu schaffen.
#617Insgesamt können wir mit einer ressourcenschonenden Wirtschaftsweise bis zu
#6182,8 Millionen neue Arbeitsplätze in Europa schaffen.
#619Wir verbrauchen die Ressourcen und Rohstoffe unseres Planeten in einem atemberaubenden Tempo.
#620Für nachhaltigen Wohlstand brauchen wir eine Kreislaufwirtschaft, die wertvolle Rohstoffe wiederverwertet.
#621Deshalb muss die Förderung der europäischen Kreislaufwirtschaft Zentralanliegen jeder ökologisch orientierten Wirtschaftspolitik sein.
#622Der Bauindustrie kommt dabei große Bedeutung zu: So wollen wir – wo möglich – neue Gebäude aus nachwachsenden Baustoffen, wie zum Beispiel Holz, errichten.
#623Bei Abrissen müssen die Baustoffe sortiert und recycelt werden.
#624Wir wollen eine echte Kreislaufwirtschaft etablieren, die auf Wiederverwendung und stofflichem Recycling basiert.
#625Preise müssen die ökologische Wahrheit sagen.
#626Digitalplattformen können dabei vor allem mit Blick auf industrielle Sekundärrohstoffe eine wichtige Rolle spielen.
#627Europa muss darauf achten, dass etwa im Bereich von Elektronikschrott nicht wertvolle Ressourcen rücksichtslos auf Müllkippen in der ganzen Welt exportiert werden, während durch Hightech-Recycling der Rohstoffverbrauch reduziert werden kann und Kosten für Unternehmen und für die Umwelt verringert werden können.
#628Dem stetig steigenden Ressourcenbedarf durch immer längere Transport- und Fertigungsketten gilt es entgegenzutreten, indem Transport wie auch Produktion mit
#629den wahren Umweltkosten belegt werden. So fördern wir regionale,
#630Erhalten, was uns erhält
#631energieeffiziente Produktion.
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