Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 02.09.2026 PDF
#3557
Stattdessen ist auf Bestreben Brasiliens der Schutz des Amazonas-Regenwaldes aus dem Vertragstext geflogen.
#3558
Dabei ist der Amazonas aufgrund der durch das Abkommen weiter steigenden Rindfleischproduktion stark bedroht.
#3559
Garantieren, was uns alle schützt
#3560
Sie befeuert die Abholzung des Regenwaldes und erschwert die Ag rarwende in Europa.
#3561
Die EU sollte initiieren, dass die Mitgliedstaaten ihre bestehenden nationalen Investitionsschutzabkommen nachverhandeln, um die Investor-Staats-Schiedsgerichte zu beenden.
#3562
Wir unterstützen die EU-Kommission bei ihrem Vorhaben, die existierenden innereuropäischen Investitionsabkommen zu beenden.
#3563
Wir setzen uns stattdessen für einen ständigen internationalen Handelsgerichtshof ein, vor dem nicht nur Unternehmen klagen können, sondern auch Betroffene gegen die Verletzung menschenrechtlicher, sozialer und umweltrelevanter Verpflichtungen durch transnationale Unternehmen. Der Vorschlag der EU-Kommission für
#3564
einen multilateralen Investitionsgerichtshof (MIC) erfüllt diese Voraussetzungen nicht.
#3565
Parlamente dürfen durch Regeln zur regulatorischen Zusammenarbeit in Handelsabkommen nicht umgangen oder geschwächt werden. Regulatorische Kooperation darf nicht Standards
#3566
absenken, sondern muss diese verbessern.
#3567
Das Vorsorgeprinzip, nach dem die Unbedenklichkeit von
#3568
Produkten vor der Zulassung nachgewiesen werden muss, ist
#3569
die tragende Säule des europäischen Schutzes von Umwelt und
#3570
Verbraucher*innen.
#3571
Die bestehende Verankerung des Vorsorgeprinzips im Primärrecht der EU reicht hierzu nicht aus.
#3572
Deshalb wollen wir, dass es für alle Bereiche der EU-Handelsabkommen gilt. Auch
#3573
Produkte, deren Verkauf in Europa verboten ist, wie bestimmte Giftstoffe und Waffen, sollten hier auch nicht produziert und dann exportiert werden dürfen.
#3574
Wir wollen im Handel auch die Interessen von kleinen und mittleren Unternehmen stärken und damit der Konzentration von wirtschaftlicher Macht entgegenwirken.
#3575
Sie profitieren von Zoll reduktion und einheitlichen technischen Standards.
#3576
Für faire Arbeits- und Produktionsbedingungen, Klimaschutz und
#3577
Menschenrechte
#3578
Handel sollte soziale Gerechtigkeit, faire Produktions- und Arbeitsbedingungen und Menschenrechte unterstützen.
#3579
Menschenrechte und die Arbeitnehmerschutzrechte der Internationalen Arbeits or ga ni sation, also die ILO-Kernarbeitsnormen, müssen im Handel fest verankert werden, und ihre Verletzung muss einklagbar sein.
#3580
Bei Verstößen muss die EU Handelsvergünstigungen auch entziehen. Die EU-Kommission
#3581
Garantieren, was uns alle schützt
#3582
setzt in erster Linie auf freiwillige Selbstverpflichtungen.
#3583
Die Erfahrung zeigt: Das reicht nicht.
#3584
Unsere Kleidung wird meist unter gefähr lichen Bedingungen für extrem niedrige Löhne produziert.
#3585
Notwendig sind deshalb gesetzliche Sorgfaltspflichten, neue
#3586
Haftungsregeln und bessere Klagemöglichkeiten innerhalb der
#3587
EU – auch für Opfer schwerer Menschenrechtsverletzungen, die


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