Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 02.09.2026 PDF
#3545
Wir sind zusammen mit einer breiten europäischen Zivilgesellschaft erfolgreich dagegen auf die Straße gegangen und haben dazu beigetragen, dass TTIP nicht gekommen ist und bei CETA und
#3546
JEFTA einseitige Gerichte für private Investoren erst einmal verhindert werden konnten.
#3547
Das macht deutlich, dass es sich lohnt, für fai re, ökologische, gerechte und demokratische Handelsabkommen zu streiten, auch wenn wir noch nicht am Ziel sind. Denn leider halten
#3548
die Kommission und die Mehrheit der Mitgliedstaaten unbeirrt an
#3549
ihrer falschen Agenda fest. Wir GRÜNEN treten auf allen Ebenen
#3550
dafür ein, dass diese Politik geändert wird.
#3551
Wir GRÜNEN lehnen das Abkommen mit Japan (JEFTA) deshalb in dieser Form ab, zum Beispiel wegen der mangelnden Verankerung und Durchsetzung sozialer und ökologischer Standards, des Vorsorgeprinzips und des Pariser Klimaschutzabkommens im Vertragstext.
#3552
Gerade mit Ländern wie Japan bestünde die Chance, es endlich besser zu machen.
#3553
Auch beim Abkommen mit den südamerikanischen Staaten
#3554
(Mercosur) fehlen verbindliche soziale und ökologische Standards.
#3555
Die EU setzt auf die Liberalisierung bei Dienstleistungen, obwohl öffentliche Wasser- und Stromversorgung gerade in den Ländern des Mercosur ein wichtiges Mittel zur Armutsbekämpfung ist.
#3556
Das Vorsorgeprinzip ist nicht verbindlich verankert.
#3557
Stattdessen ist auf Bestreben Brasiliens der Schutz des Amazonas-Regenwaldes aus dem Vertragstext geflogen.
#3558
Dabei ist der Amazonas aufgrund der durch das Abkommen weiter steigenden Rindfleischproduktion stark bedroht.
#3559
Garantieren, was uns alle schützt
#3560
Sie befeuert die Abholzung des Regenwaldes und erschwert die Ag rarwende in Europa.
#3561
Die EU sollte initiieren, dass die Mitgliedstaaten ihre bestehenden nationalen Investitionsschutzabkommen nachverhandeln, um die Investor-Staats-Schiedsgerichte zu beenden.
#3562
Wir unterstützen die EU-Kommission bei ihrem Vorhaben, die existierenden innereuropäischen Investitionsabkommen zu beenden.
#3563
Wir setzen uns stattdessen für einen ständigen internationalen Handelsgerichtshof ein, vor dem nicht nur Unternehmen klagen können, sondern auch Betroffene gegen die Verletzung menschenrechtlicher, sozialer und umweltrelevanter Verpflichtungen durch transnationale Unternehmen. Der Vorschlag der EU-Kommission für
#3564
einen multilateralen Investitionsgerichtshof (MIC) erfüllt diese Voraussetzungen nicht.
#3565
Parlamente dürfen durch Regeln zur regulatorischen Zusammenarbeit in Handelsabkommen nicht umgangen oder geschwächt werden. Regulatorische Kooperation darf nicht Standards
#3566
absenken, sondern muss diese verbessern.
#3567
Das Vorsorgeprinzip, nach dem die Unbedenklichkeit von
#3568
Produkten vor der Zulassung nachgewiesen werden muss, ist
#3569
die tragende Säule des europäischen Schutzes von Umwelt und
#3570
Verbraucher*innen.
#3571
Die bestehende Verankerung des Vorsorgeprinzips im Primärrecht der EU reicht hierzu nicht aus.
#3572
Deshalb wollen wir, dass es für alle Bereiche der EU-Handelsabkommen gilt. Auch
#3573
Produkte, deren Verkauf in Europa verboten ist, wie bestimmte Giftstoffe und Waffen, sollten hier auch nicht produziert und dann exportiert werden dürfen.
#3574
Wir wollen im Handel auch die Interessen von kleinen und mittleren Unternehmen stärken und damit der Konzentration von wirtschaftlicher Macht entgegenwirken.
#3575
Sie profitieren von Zoll reduktion und einheitlichen technischen Standards.


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