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vom 02.09.2026 PDF
#3531
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Die TTIP-Verhandlungen haben gezeigt, dass mehr Transparenz möglich ist.
#3532Auch müssen die Abkommen Umwelt- und Klimaschutz, Menschenrechte, Entwicklung und soziale Gerechtigkeit voranbringen.
#3533Getrieben von einer konservativ-neoliberalen Mehrheit, wurde in Europa eine Handelspolitik vorangebracht, die diesen Grundsätzen widerspricht oder sie sogar in ihr Gegenteil verkehrt.
#3534Im Mittelpunkt stehen die Interessen von großen Konzernen, während Verstöße gegen Umweltschutz, Arbeitnehmer*innen- und Menschenrechte weiterhin nicht bestraft werden.
#3535Garantieren, was uns alle schützt
#3536Wir stehen für eine Handelspolitik, die die Globalisierung gerecht gestaltet, die in ihren Handelsabkommen verbindlich soziale und ökologische Standards und das Vorsorgeprinzip festschreibt, die kommunale Daseinsvorsorge ausreichend schützt, den Pariser
#3537Klimavertrag als wesentlichen Bestandteil verankert und die parlamentarische Mitentscheidung bei der sogenannten regulatorischen Kooperation garantiert.
#3538Es ist nicht hinnehmbar, dass es Sonderschiedsgerichte für Investoren gibt, während Klimaschutz, Menschenrechte oder das Vorsorgeprinzip nur schmückende Prosa bleiben.
#3539Wir lehnen einseitige Gerichte und Sonderklagerechte für private Inves toren ab.
#3540Das sind unsere Maßstäbe für Handelsabkommen wie CETA, JEFTA und TTIP. Deshalb lehnen wir CETA in dieser Form weiterhin
#3541ab. Wir sind davon überzeugt, dass es möglich ist, das Abkommen im
#3542Sinne der oben genannten Kriterien zu verändern, solange es noch
#3543nicht endgültig in Kraft gesetzt ist.
#3544Die derzeit laufenden Vertragsanpassungen wollen wir nutzen.
#3545Wir sind zusammen mit einer breiten europäischen Zivilgesellschaft erfolgreich dagegen auf die Straße gegangen und haben dazu beigetragen, dass TTIP nicht gekommen ist und bei CETA und
#3546JEFTA einseitige Gerichte für private Investoren erst einmal verhindert werden konnten.
#3547Das macht deutlich, dass es sich lohnt, für fai re, ökologische, gerechte und demokratische Handelsabkommen zu streiten, auch wenn wir noch nicht am Ziel sind. Denn leider halten
#3548die Kommission und die Mehrheit der Mitgliedstaaten unbeirrt an
#3549ihrer falschen Agenda fest. Wir GRÜNEN treten auf allen Ebenen
#3550dafür ein, dass diese Politik geändert wird.
#3551Wir GRÜNEN lehnen das Abkommen mit Japan (JEFTA) deshalb in dieser Form ab, zum Beispiel wegen der mangelnden Verankerung und Durchsetzung sozialer und ökologischer Standards, des Vorsorgeprinzips und des Pariser Klimaschutzabkommens im Vertragstext.
#3552Gerade mit Ländern wie Japan bestünde die Chance, es endlich besser zu machen.
#3553Auch beim Abkommen mit den südamerikanischen Staaten
#3554(Mercosur) fehlen verbindliche soziale und ökologische Standards.
#3555Die EU setzt auf die Liberalisierung bei Dienstleistungen, obwohl öffentliche Wasser- und Stromversorgung gerade in den Ländern des Mercosur ein wichtiges Mittel zur Armutsbekämpfung ist.
#3556Das Vorsorgeprinzip ist nicht verbindlich verankert.
#3557Stattdessen ist auf Bestreben Brasiliens der Schutz des Amazonas-Regenwaldes aus dem Vertragstext geflogen.
#3558Dabei ist der Amazonas aufgrund der durch das Abkommen weiter steigenden Rindfleischproduktion stark bedroht.
#3559Garantieren, was uns alle schützt
#3560Sie befeuert die Abholzung des Regenwaldes und erschwert die Ag rarwende in Europa.
#3561Die EU sollte initiieren, dass die Mitgliedstaaten ihre bestehenden nationalen Investitionsschutzabkommen nachverhandeln, um die Investor-Staats-Schiedsgerichte zu beenden.
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