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vom 02.09.2026 PDF
#3507
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Der offene Welthandel soll fair, ökologisch und gerecht gestaltet sein und Mensch und Umwelt in den Mittelpunkt stellen.
#3508In diesem Sinne setzen wir uns dafür ein, dass die Europäische Union
#3509eine führende Rolle bei der sozialökologischen Regulierung des
#3510Welthandels einnimmt.
#3511Global und demokratisch
#3512Die Welthandelsordnung steht unter Druck. Verhandlungen in der
#3513Welthandelsorganisation (WTO) stecken in der Sackgasse. Immer
#3514mehr Staaten setzen darauf, nur mit einzelnen anderen Staaten
#3515Handelsabkommen abzuschließen. Die „America-first-Politik“ von
#3516Donald Trump oder Chinas aggressive Industriepolitik verstärken
#3517den Sog zu immer mehr bilateralen Abkommen.
#3518Wir sehen das skeptisch, denn dabei geraten die Interessen von Ländern, die keinen Platz am Verhandlungstisch haben, immer unter die Räder und die
#3519Verhandlungsposition ärmerer Länder wird geschwächt.
#3520In einer echten globalen Partnerschaft dürfen nicht nur die
#3521wirtschaftlich Stärksten entscheiden. Deswegen fordern wir die
#3522Wiederbelebung der Verhandlungen im Rahmen der WTO. Dazu
#3523sollte die EU einen Vorschlag vorlegen, der die WTO und das Welthandelssystem reformiert und neu belebt und langfristig unter das Dach der Vereinten Nationen stellt.
#3524Die Errichtung einer neuen globalen Welthandelsordnung
#3525wird Zeit brauchen.
#3526Daher können für den Übergang auch Abkommen zwischen einzelnen Staaten und Wirtschaftsräumen sinnvoll sein.
#3527An diese Abkommen legen wir aber harte Kriterien an.
#3528Sie dürfen nicht zulasten Dritter gehen. Sie müssen demokratisch
#3529und transparent zustande kommen. Das Europaparlament muss
#3530über das Mandat mitbestimmen, und mehr Verhandlungsdokumente sollen öffentlich sein.
#3531Die TTIP-Verhandlungen haben gezeigt, dass mehr Transparenz möglich ist.
#3532Auch müssen die Abkommen Umwelt- und Klimaschutz, Menschenrechte, Entwicklung und soziale Gerechtigkeit voranbringen.
#3533Getrieben von einer konservativ-neoliberalen Mehrheit, wurde in Europa eine Handelspolitik vorangebracht, die diesen Grundsätzen widerspricht oder sie sogar in ihr Gegenteil verkehrt.
#3534Im Mittelpunkt stehen die Interessen von großen Konzernen, während Verstöße gegen Umweltschutz, Arbeitnehmer*innen- und Menschenrechte weiterhin nicht bestraft werden.
#3535Garantieren, was uns alle schützt
#3536Wir stehen für eine Handelspolitik, die die Globalisierung gerecht gestaltet, die in ihren Handelsabkommen verbindlich soziale und ökologische Standards und das Vorsorgeprinzip festschreibt, die kommunale Daseinsvorsorge ausreichend schützt, den Pariser
#3537Klimavertrag als wesentlichen Bestandteil verankert und die parlamentarische Mitentscheidung bei der sogenannten regulatorischen Kooperation garantiert.
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