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vom 02.09.2026 PDF
#3435
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werden. Entwicklung gelingt nur dann, wenn wir soziale, ökologische
#3436und wirtschaftliche Kriterien zusammendenken.
#3437Ziele wie „Geschlechtergerechtigkeit“, „saubere Energie“, „gute Bildung“, „Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen“ der Agenda 2030 müssen wir in der EU durch eine ambitionierte Nachhaltigkeitsstrategie verwirklichen.
#3438Die EU als eine der größten Geberinnen in der Entwicklungszusammenarbeit muss die Rolle von Frauen in Entwicklungsvorhaben und die Auswirkung von Entwicklungsmaßnahmen auf Frauen und ihre
#3439Gleichstellung ernst nehmen. Sie muss ihr selbst gesetztes Ziel, dass
#344085 Prozent der Entwicklungsprogramme auch zur Geschlechtergleichstellung beitragen, endlich erreichen und mehr Mittel für Projekte zur Frauenförderung bereitstellen.
#3441Wir müssen unsere Politik ändern, wenn Agrarsubventionen Märkte in armen Ländern zerstören, wenn europäische Rechtsräume zur Geldwäsche oder für die Steuervermeidung und Kapitalflucht missbraucht werden oder wenn unsere Handelspolitik Entwicklungschancen zerstört.
#3442Eine EU, die sich Nationalismus und antidemokratischen Kräften entgegenstellt und
#3443sich glaubhaft für nachhaltige Entwicklung engagiert, ist unser Ziel.
#3444Wichtig ist dabei, dass sie diese Ziele nach innen und nach außen
#3445kohärent verfolgt und Widersprüche auflöst.
#3446Eine kohärente nachhaltige Politik ist nicht nur die beste Antwort auf die Herausforderungen weltweiter Flucht- und Migrationsbewegungen, sondern dient auch dem Recht aller Menschen auf ein gutes Leben und eine sichere Zukunft.
#3447Wir müssen endlich die strukturellen Ursachen der Zerstörung von Lebensgrundlagen konsequent angehen und globale Ungleichheit reduzieren.
#3448Unser Lebensstil, unsere Art zu konsumieren, unser Wirtschaftssystem zerstören die Lebensgrundlagen von Millionen von Menschen im Süden unseres Planeten.
#3449Europäische Unternehmen exportieren Rüstungsgüter in Krisengebiete, überfischen die Weltmeere, und unsere Gesellschaften nehmen in Kauf, dass unsere Agrarexporte andernorts die Existenz grundlage
#3450von Bäuer*innen wie auch der Kleinindustrie zerstören. Statt einer
#3451immer stärkeren Repression gegen Menschen auf der Flucht braucht
#3452es eine kohärente internationale Politik und strukturelle Reformen
#3453in Bereichen wie Handel, Landwirtschaft, Energie, Fischerei, Außenpolitik und Klimaschutz, wie sie die nachhaltigen Entwicklungsziele der UN vorgeben. Unser Ziel ist es auch, dass eine Wertschöpfung vor
#3454Ort passiert und eine weiterverarbeitende Industrie aufgebaut wird.
#3455Die Agenda 2030 definiert „wirtschaftliche Entwicklung“ nachhaltig.
#3456Es geht um verbesserte Lebensperspektiven und nötiges wirtschaftliches Wachstum nicht auf Kosten des sozialen Zusammenhalts oder Garantieren, was uns alle schützt
#3457ökologischer Nachhaltigkeit zu erreichen.
#3458Arme Länder sollen bei der Entwicklung ihrer Volkswirtschaften konkrete Unterstützung erhal ten, damit dies nachhaltig und selbstbestimmt gelingt.
#3459Dies bedeutet auch, dass wir globale Verteilungsgerechtigkeit in einem System natürlich begrenzter Ressourcen neu denken.
#3460Die EU-Mitgliedstaaten haben sich schon lange zu einer Erhöhung der Entwicklungsfinanzierung auf 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens verpflichtet – die immer noch nicht erreicht sind.
#3461Wir sprechen uns klar dagegen aus, dass Ausgaben für Flüchtlinge
#3462im Inland und innerhalb der Europäischen Union als Ausgaben für
#3463die Entwicklungsfinanzierung gerechnet werden können. Vielmehr
#3464brauchen wir einen verbindlichen Stufenplan, um das 0,7 ProzentZiel in der EU tatsächlich zu erreichen und zu halten.
#3465Die wirtschaftlich starken Länder der EU stehen hier besonders in der Pflicht und müssen gemeinsam vorangehen. Mittelfristig soll die Zusätzlichkeit
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