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vom 02.09.2026 PDF
#3366
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Garantieren, was uns alle schützt
#3367arbeiten und die verstärkte Zusammenarbeit der Streitkräfte in der
#3368EU ausbauen, anstatt immer mehr Geld in nationale Rüstungssektoren zu pumpen.
#3369Den Aufbau einer europäischen Atommacht lehnen wir ab.
#3370Genauso wenig wollen wir, dass Deutschland sich atomar bewaffnet oder sich unter den Schutzschild der französischen Atomstreitkräfte stellt.
#3371Forderungen aus der NATO, die nationalen Militärausgaben auf
#33722 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu steigern, lehnen wir ab. Aus
#3373Sicht der EU-Kommission würden sich schon jetzt durch eine tief
#3374gehende Kooperation im Verteidigungsbereich Einsparungsmöglichkeiten von 25 bis 100 Milliarden Euro pro Jahr ergeben.
#3375Statt 17 nicht funktionsfähiger Systeme sollten wir besser ein funktionierendes System schaffen.
#3376Wir unterstützen daher grundsätzlich die ständige und strukturierte Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich (PESCO), wobei die zivile Seite der Sicherheitskooperation bislang deutlich hinterherhinkt.
#3377PESCO ist mit der Teilnahme von 25 der 28 Mitgliedstaaten zu einem Projekt nahezu der gesamten Europäischen Union geworden.
#3378Die Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich darf aber nicht dazu führen, dass wir zusätzliches Geld in ein ineffizientes System der Verteidigungsbeschaffung stecken.
#3379Was europäisch getan wird, darf nicht noch parallel national weitergeführt und finanziert werden.
#3380Vielmehr wollen wir eine sicherheitspolitische Integration auf europäischer Ebene im Sinne einer echten Umsetzung des „Pooling & Sharing“.
#3381Die europäischen Verteidigungs ausgaben dürfen auch nicht zulasten anderer Aufgaben der EU gehen.
#3382Die Umwidmung bisher ziviler Haushaltstitel auf EU-Ebene lehnen
#3383wir ab.
#3384Die Entwicklung des Europäischen Verteidigungsfonds verfolgen wir kritisch und setzen uns für mehr Transparenz und Kontrollmöglichkeiten durch das Europäische Parlament ein.
#3385Der Fonds darf nicht zu Aufrüstung führen.
#3386Wir sind gegen eine Etablierung von Parallelstrukturen zur Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (GSVP) wie die Europäische Interventionsinitiative (EII).
#3387Ein gemeinsames außen- und sicherheitspolitisches Vorgehen Europas
#3388kann es nur innerhalb der Strukturen der Europäischen Union geben.
#3389Damit der Einsatz des Militärs auch wirklich das äußerste Mittel
#3390bleibt, muss der zivile Aspekt der Sicherheit deutlich gestärkt werden, wozu vor allem die Nichtverbreitung von Waffen, die Verhinderung von Völkermord, die wirtschaftliche Entwicklung, die Rechtsstaatlichkeit, die Vermittlung und Versöhnung und die territoriale Integrität zählen.
#3391Wichtig ist für uns, dass die gemeinsamen Verteidigungsprojekte auch parlamentarisch durch das Europäische Garantieren, was uns alle schützt
#3392Parlament kontrolliert werden. Aus nationaler Erfahrung wissen wir,
#3393dass Großprojekte ohne Transparenz und echte Kontrollmöglichkeiten häufig in Missmanagement und Korruption enden.
#3394Außerdem brauchen wir eine regelmäßige Debatte zu Einsätzen,
#3395die im Rahmen der Missionen der Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (GSVP) der EU durchgeführt werden.
#3396Auch die Evaluierung solcher Missionen sollte durch das Europaparlament erfolgen.
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