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vom 02.09.2026 PDF
#3339
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Die einseitige Aufkündigung dieses Vertrags durch die USRegierung wäre fatal.
#3340Seit 2014 gibt es substanzielle Vorwürfe gegen Garantieren, was uns alle schützt
#3341Russland, den Vertrag durch die Entwicklung eines neuen Raketensystems zu verletzen.
#3342Dennoch halten wir es für falsch, dieses Abkommen zu verlassen.
#3343Denn so steigt die Gefahr eines weltweiten nuklearen Wettrüstens dramatisch an – nicht nur zwischen den USA und Russland, sondern auch mit Blick auf andere Atommächte wie China,
#3344Iran oder Indien.
#3345Gegenseitige Inspektionen der umstrittenen Waffensysteme wären jetzt das Gebot der Stunde, so wie der INF-Vertrag es für den Streitfall vorsieht.
#3346Die EU muss jetzt alles dafür tun, dass der INF-Vertrag erhalten bleibt.
#3347Es ist nötiger denn je, glaubwürdig für den Erhalt und die Stärkung internationaler und regionaler Rüstungskontrollregime einzutreten.
#3348Maßnahmen zur Abrüstung muss die EU auch auf neue Bereiche der Kriegsführung – wie das Internet, den Weltraum und autonome Waffensysteme – ausdehnen.
#3349Wir wollen, dass die EU für die Einbeziehung bewaffneter unbemannter
#3350Luftfahrzeuge in internationale Abrüstungs- und Rüstungskontrollregime eintritt.
#3351Das gilt insbesondere für die Entwicklung, Herstellung, Beschaffung und Verbreitung voll-autonomer Waffensysteme, bei denen Auswahl und Bekämpfung von Zielen keiner Steuerung
#3352durch den Menschen unterliegen.
#3353Sie können zu massiven Völkerrechtsverletzungen führen und ein neues Wettrüsten ankurbeln.
#3354Deshalb soll sich die EU für eine umfassende völkerrechtliche Ächtung autonomer Waffensysteme (LAWs) einsetzen.
#3355Außerdem muss die EU zur atomaren Abrüstung beitragen, sowohl im Innern durch
#3356den Einsatz für ein atomwaffenfreies Europa als auch international,
#3357und ihre Mitglieder zur Unterzeichnung des UN-Vertrags auffordern.
#3358Gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik
#3359Heutzutage werden Sicherheitsrisiken immer komplexer und reichen von der Verbreitung von Massenvernichtungswaffen und Cyberangriffen bis hin zur Bedrohung der Energie- und Umweltsicherheit, während zugleich militärische Annexionen direkt vor unserer Haustür stattfinden.
#3360Europa kommt gar nicht darum herum, sich diesen Herausforderungen stärker selbst zu stellen. Die NATO hat nach wie
#3361vor eine wichtige Bedeutung für die Sicherheit Europas. Doch auch
#3362angesichts der Spannungen und Konflikte im NATO-Bündnis ist es
#3363sinnvoll, die Sicherheit Europas stärker gemeinsam voranzutreiben.
#3364An der Vision einer gesamteuropäischen Sicherheitsordnung, die den Raum der OSZE umfasst, halten wir fest. In diesem Sinne
#3365wollen wir an einer gemeinsamen europäischen Sicherheitsunion
#3366Garantieren, was uns alle schützt
#3367arbeiten und die verstärkte Zusammenarbeit der Streitkräfte in der
#3368EU ausbauen, anstatt immer mehr Geld in nationale Rüstungssektoren zu pumpen.
#3369Den Aufbau einer europäischen Atommacht lehnen wir ab.
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