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vom 02.09.2026 PDF
#3314
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für Nachbarschaft, Entwicklung und internationale Kooperation"
#3315zu verschmelzen. Dieser neue große Topf birgt die Gefahr, dass die
#3316Bekämpfung von Fluchtursachen militärisch gedacht wird.
#3317Stattdessen fordern wir eine Verdoppelung der Mittel im Bereich der zivilen Krisenprävention.
#3318Rüstungsexporte in Kriegs- und Krisengebiete stoppen
#3319Europa exportiert Waffen und Rüstungsgüter in Kriegs- und Krisengebiete sowie in Diktaturen.
#3320Das wollen wir stoppen.
#3321Wirtschaftsinteressen dürfen nicht den Frieden gefährden.
#3322Da viele Rüstungskonzerne über Grenzen hinweg eng zusammenarbeiten, brauchen wir auch eine effektive, strenge und gemeinsame Rüstungsexportkontrolle in der EU.
#3323Es braucht einklagbare strenge Regeln und Sanktionsmöglichkeiten.
#3324Deshalb wollen wir Nichtregierungsorganisationen ein Verbandsklagerecht einräumen, um die Rechtmäßigkeit genehmigter Rüstungsexporte überprüfen zu lassen.
#3325Besonders viele Opfer weltweit fordert der Einsatz von kleinen und leichten Waffen. Die
#3326Bundesregierung muss zunächst den Export dieser Waffen und ihrer
#3327Munition an Drittstaaten komplett verbieten und nur wenige und gut
#3328begründete Ausnahmen ausschließlich im Rahmen von Missionen
#3329mit UN-Mandat zulassen. Ein solches Exportverbot für Kleinwaffen
#3330fordern wir auch auf europäischer Ebene. Auch wollen wir nicht,
#3331dass Überwachungssysteme zur Unterdrückung von Menschen in
#3332Diktaturen genutzt werden. Wir fordern daher, dass die Einhaltung
#3333der gemeinsamen Regeln für die Ausfuhrkontrolle von Militärtechnologie und Militärgütern (gemeinsamer Standpunkt des Rats von 2008) überprüft und Verstöße gerichtlich geahndet werden können.
#3334Im Rahmen der Überarbeitung der Dual-Use-Verordnung fordern wir
#3335die Einführung einer allgemeinen Menschenrechtsklausel, die nicht
#3336nur auf Überwachungstechnologie anzuwenden ist.
#3337Der Vertrag über nukleare Mittelstreckensysteme (INF-Vertrag)
#3338zwischen den USA und Russland ist der wesentliche Pfeiler der internationalen Rüstungskontrolle und der europäischen Sicherheitsarchitektur.
#3339Die einseitige Aufkündigung dieses Vertrags durch die USRegierung wäre fatal.
#3340Seit 2014 gibt es substanzielle Vorwürfe gegen Garantieren, was uns alle schützt
#3341Russland, den Vertrag durch die Entwicklung eines neuen Raketensystems zu verletzen.
#3342Dennoch halten wir es für falsch, dieses Abkommen zu verlassen.
#3343Denn so steigt die Gefahr eines weltweiten nuklearen Wettrüstens dramatisch an – nicht nur zwischen den USA und Russland, sondern auch mit Blick auf andere Atommächte wie China,
#3344Iran oder Indien.
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