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vom 02.09.2026 PDF
#3304
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Zivile Krisenprävention und Konfliktbearbeitung gehören ins Zentrum der europäischen Friedens- und Außenpolitik. Wir wollen die Mittel und das Personal, zum Beispiel
#3305für die EU- Polizei- und Rechtsstaatsmissionen, deutlich erhöhen.
#3306Die Kapazitäten für Frühwarnung und Mediation wollen wir
#3307ausbauen und zivilgesellschaftliche Organisationen und NGOs stärker einbinden.
#3308Das Europäische Friedensinstitut wollen wir stärken, gerade auch mit deutscher Beteiligung.
#3309Wir stellen uns gegen den fatalen Paradigmenwechsel, zivile
#3310Gelder aus dem EU-Haushalt für militärische Zwecke oder zur Abwehr von Geflüchteten umzuwidmen.
#3311Die Trennschärfe zwischen entwicklungspolitischen und militärischen Maßnahmen muss bewahrt Garantieren, was uns alle schützt
#3312werden.
#3313Wir lehnen sowohl die Öffnung des Instruments für Stabilität und Frieden für militärische Zwecke als auch den Plan der EUKommission ab, dieses Instrument ab 2021 gemeinsam mit den elf anderen außenpolitischen Finanzinstrumenten zum "Instrument
#3314für Nachbarschaft, Entwicklung und internationale Kooperation"
#3315zu verschmelzen. Dieser neue große Topf birgt die Gefahr, dass die
#3316Bekämpfung von Fluchtursachen militärisch gedacht wird.
#3317Stattdessen fordern wir eine Verdoppelung der Mittel im Bereich der zivilen Krisenprävention.
#3318Rüstungsexporte in Kriegs- und Krisengebiete stoppen
#3319Europa exportiert Waffen und Rüstungsgüter in Kriegs- und Krisengebiete sowie in Diktaturen.
#3320Das wollen wir stoppen.
#3321Wirtschaftsinteressen dürfen nicht den Frieden gefährden.
#3322Da viele Rüstungskonzerne über Grenzen hinweg eng zusammenarbeiten, brauchen wir auch eine effektive, strenge und gemeinsame Rüstungsexportkontrolle in der EU.
#3323Es braucht einklagbare strenge Regeln und Sanktionsmöglichkeiten.
#3324Deshalb wollen wir Nichtregierungsorganisationen ein Verbandsklagerecht einräumen, um die Rechtmäßigkeit genehmigter Rüstungsexporte überprüfen zu lassen.
#3325Besonders viele Opfer weltweit fordert der Einsatz von kleinen und leichten Waffen. Die
#3326Bundesregierung muss zunächst den Export dieser Waffen und ihrer
#3327Munition an Drittstaaten komplett verbieten und nur wenige und gut
#3328begründete Ausnahmen ausschließlich im Rahmen von Missionen
#3329mit UN-Mandat zulassen. Ein solches Exportverbot für Kleinwaffen
#3330fordern wir auch auf europäischer Ebene. Auch wollen wir nicht,
#3331dass Überwachungssysteme zur Unterdrückung von Menschen in
#3332Diktaturen genutzt werden. Wir fordern daher, dass die Einhaltung
#3333der gemeinsamen Regeln für die Ausfuhrkontrolle von Militärtechnologie und Militärgütern (gemeinsamer Standpunkt des Rats von 2008) überprüft und Verstöße gerichtlich geahndet werden können.
#3334Im Rahmen der Überarbeitung der Dual-Use-Verordnung fordern wir
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