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vom 02.09.2026 PDF
#3297
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stärken.
#3298Wir plädieren dafür, die konsularischen Dienste der Mitgliedsländer gemeinsam in europäischen Botschaften zu bündeln und dadurch Personalkapazitäten für die eigentlichen diplomatischen Aufgaben freizusetzen.
#3299Gerade in Zeiten zahlreicher Krisen und Konflikte wollen wir
#3300zugleich die auswärtige Bildungs- und Kulturpolitik nutzen und stärken – als dritte Säule der Außenpolitik und wirkungsmächtiges Instrument europäischen Handelns, das den Kontakt mit der globalen Zivilgesellschaft sichert und Gesprächskanäle öffnet, wo sonst Schweigen und Blockade herrschen.
#3301Wir unterstützen den Europäischen Auswärtigen Dienst in seinen Bestrebungen, auch für den zivilen Bereich feste Ausbauziele und gemeinsame Schwerpunkte festzulegen. Ähnlich wie die Battlegroups
#3302im militärischen Bereich brauchen wir auch ein ziviles Einsatzteam,
#3303damit im Krisenfall schnell zivile staatliche und nicht staatliche Experten wie Polizisten, Juristen, Mediatoren oder Verfassungsexperten entsandt werden können.
#3304Zivile Krisenprävention und Konfliktbearbeitung gehören ins Zentrum der europäischen Friedens- und Außenpolitik. Wir wollen die Mittel und das Personal, zum Beispiel
#3305für die EU- Polizei- und Rechtsstaatsmissionen, deutlich erhöhen.
#3306Die Kapazitäten für Frühwarnung und Mediation wollen wir
#3307ausbauen und zivilgesellschaftliche Organisationen und NGOs stärker einbinden.
#3308Das Europäische Friedensinstitut wollen wir stärken, gerade auch mit deutscher Beteiligung.
#3309Wir stellen uns gegen den fatalen Paradigmenwechsel, zivile
#3310Gelder aus dem EU-Haushalt für militärische Zwecke oder zur Abwehr von Geflüchteten umzuwidmen.
#3311Die Trennschärfe zwischen entwicklungspolitischen und militärischen Maßnahmen muss bewahrt Garantieren, was uns alle schützt
#3312werden.
#3313Wir lehnen sowohl die Öffnung des Instruments für Stabilität und Frieden für militärische Zwecke als auch den Plan der EUKommission ab, dieses Instrument ab 2021 gemeinsam mit den elf anderen außenpolitischen Finanzinstrumenten zum "Instrument
#3314für Nachbarschaft, Entwicklung und internationale Kooperation"
#3315zu verschmelzen. Dieser neue große Topf birgt die Gefahr, dass die
#3316Bekämpfung von Fluchtursachen militärisch gedacht wird.
#3317Stattdessen fordern wir eine Verdoppelung der Mittel im Bereich der zivilen Krisenprävention.
#3318Rüstungsexporte in Kriegs- und Krisengebiete stoppen
#3319Europa exportiert Waffen und Rüstungsgüter in Kriegs- und Krisengebiete sowie in Diktaturen.
#3320Das wollen wir stoppen.
#3321Wirtschaftsinteressen dürfen nicht den Frieden gefährden.
#3322Da viele Rüstungskonzerne über Grenzen hinweg eng zusammenarbeiten, brauchen wir auch eine effektive, strenge und gemeinsame Rüstungsexportkontrolle in der EU.
#3323Es braucht einklagbare strenge Regeln und Sanktionsmöglichkeiten.
#3324Deshalb wollen wir Nichtregierungsorganisationen ein Verbandsklagerecht einräumen, um die Rechtmäßigkeit genehmigter Rüstungsexporte überprüfen zu lassen.
#3325Besonders viele Opfer weltweit fordert der Einsatz von kleinen und leichten Waffen. Die
#3326Bundesregierung muss zunächst den Export dieser Waffen und ihrer
#3327Munition an Drittstaaten komplett verbieten und nur wenige und gut
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