Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 02.09.2026 PDF
#3230
Partnerschaft auf Augenhöhe mit Afrika
#3231
Afrika und Europa sind einander eng verbunden – durch die koloniale Vergangenheit hat Europa eine besondere historische Verantwortung.
#3232
Statt aber eine Partnerschaft auf Augenhöhe anzustreben, stehen derzeit für die EU vor allem Migrationskontrolle und polizeiliche bzw.
#3233
militärische Zusammenarbeit im Vordergrund.
#3234
Die gegenwärtige europäische Agrar-, Fischerei-, Handels- und Ressourcenpolitik verhindert eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung in Afrika.
#3235
Diese Politik bekämpft keine Probleme, sondern verschärft die Situation derjenigen, die am meisten unter Armut und globaler
#3236
Ungerechtigkeit zu leiden haben.
#3237
Wir wollen eine Wende in den Beziehungen zu unserem Nachbarkontinent und unsere afrikanischen Partner dabei unterstützen, lebenswerte Perspektiven für die Menschen vor Ort, besonders für die Jugend, zu schaffen und damit auch langfristig Fluchtgründe zu bekämpfen. Dies wollen wir vor allem
#3238
durch eine Stärkung afrikanischer Organisationen wie der Afrikanischen Union oder der Afrikanischen Entwicklungsbank erreichen.
#3239
Da die Voraussetzung für gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Fortschritt oftmals die Teilhabe von Frauen ist, wollen wir gemeinsam mit unseren Partner*innen unser Engagement für Geschlechtergerechtigkeit verstärken.
#3240
Fokus unserer vertieften Zusammenarbeit ist eine nachhaltige
#3241
wirtschaftliche Entwicklung durch sozialökologische Investitionen.
#3242
Garantieren, was uns alle schützt
#3243
Dabei wollen wir besonders mit kleinen und mittleren Unternehmen
#3244
zusammenarbeiten.
#3245
Diese neue Partnerschaft Afrika-EU, die das Abkommen von Cotonou ablösen wird, muss auf einem offenen und transparenten Ausgleich gegenseitiger Interessen und Forderungen sowie auf Menschenrechten basieren.
#3246
Um eine nachhaltige Entwicklung im globalen Süden einzuleiten, braucht es eine kohärente Politik in der EU, die sich an der Agenda 2030 der Vereinten Nationen, am Klimaabkommen von Paris, an der Aktionsagenda von Addis Abeba und an der Agenda 2063 der Afrikanischen Union orientiert.
#3247
Europäische China-Politik: Kooperation auf Basis klarer Werte
#3248
Europas Verhältnis zu China ist über die letzten Jahre wichtiger, aber auch schwieriger geworden.
#3249
Deutschlands Beziehungen zur Volksrepublik sind besonders eng.
#3250
Daraus erwächst eine hohe Verantwortung dafür, dazu beizutragen, dass die EU gegenüber China vermehrt mit
#3251
einer Stimme spricht.
#3252
Das gilt für die Abwehr chinesischer Dumping exporte, für den verantwortlichen Umgang mit Investitionen, die Belange der Sicherheit oder der öffentlichen Ordnung beeinträchtigen könnten, oder für faire Chancen europäischer Unternehmen in China.
#3253
Es gilt nicht weniger für die gemeinsame Vertretung unserer gemeinsamen Werte, vornan der Menschenrechte.
#3254
Und es gilt auch gegenüber Chinas Außenpolitik, die zunehmend eine Politik der harten Hand ist
#3255
und zunehmende Drohungen gegenüber der Selbstverwaltung Taiwans einschließt.
#3256
Wir unterstützen Europas „Ein-China-Politik“ und teilen die Auffassung, dass Chinas Vereinigung nicht gegen den Willen
#3257
der Bevölkerung Taiwans erzwungen werden darf.
#3258
Chinas heutige Führung, die im Inneren zum Totalitarismus
#3259
zurückkehrt, befindet sich mit ihren Konzepten der „neuen Seidenstraße“, des „Made in China 2025“ und der „globalen Schicksalsgemeinschaft“ auf dem Weg zur globalen Supermacht, die Multilateralismus nur mitmacht, wo er ihr nutzt, und kritische Äußerungen von innen und außen rigoros sanktioniert. Die Europäische Union
#3260
muss der chinesischen Herausforderung mit der Bereitschaft zur


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