Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 02.09.2026 PDF
#3219
EU-Abschottungspolitik. Diesen EU-Türkei-Deal wollen wir beenden.
#3220
Garantieren, was uns alle schützt
#3221
Praktisch liegen die Beitrittsgespräche mit der Türkei bereits
#3222
auf Eis. Die Wiederaufnahme der Verhandlungen muss an strenge,
#3223
messbare Bedingungen geknüpft sein. Insbesondere mit Blick auf
#3224
die Verfassungsreform und die jüngsten Wahlen in der Türkei ist eines deutlich: Ein EU-Beitritt der Türkei ist mit der derzeit unter Präsident Erdoğan verfolgten Linie zur Aushöhlung des Rechtsstaats, von demokratischen Rechten und von gesellschaftlichen Freiheiten
#3225
nicht vorstellbar.
#3226
Zugleich gilt: Für eine demokratische und weltoffene Türkei müssen die Türen zur EU offen bleiben.
#3227
Ein formaler Abbruch der Beitrittsgespräche wäre falsch.
#3228
Die vielen proeuropäischen Kräfte in der Türkei brauchen dieses Signal und weiterhin unsere Unterstützung.
#3229
Umso bedeutender ist es deshalb, die noch bestehenden EU-Beitrittshilfen ausschließlich an prodemokratische Organisationen auszuzahlen und die Verwendung der Gelder deutlich strenger zu kontrollieren als bislang.
#3230
Partnerschaft auf Augenhöhe mit Afrika
#3231
Afrika und Europa sind einander eng verbunden – durch die koloniale Vergangenheit hat Europa eine besondere historische Verantwortung.
#3232
Statt aber eine Partnerschaft auf Augenhöhe anzustreben, stehen derzeit für die EU vor allem Migrationskontrolle und polizeiliche bzw.
#3233
militärische Zusammenarbeit im Vordergrund.
#3234
Die gegenwärtige europäische Agrar-, Fischerei-, Handels- und Ressourcenpolitik verhindert eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung in Afrika.
#3235
Diese Politik bekämpft keine Probleme, sondern verschärft die Situation derjenigen, die am meisten unter Armut und globaler
#3236
Ungerechtigkeit zu leiden haben.
#3237
Wir wollen eine Wende in den Beziehungen zu unserem Nachbarkontinent und unsere afrikanischen Partner dabei unterstützen, lebenswerte Perspektiven für die Menschen vor Ort, besonders für die Jugend, zu schaffen und damit auch langfristig Fluchtgründe zu bekämpfen. Dies wollen wir vor allem
#3238
durch eine Stärkung afrikanischer Organisationen wie der Afrikanischen Union oder der Afrikanischen Entwicklungsbank erreichen.
#3239
Da die Voraussetzung für gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Fortschritt oftmals die Teilhabe von Frauen ist, wollen wir gemeinsam mit unseren Partner*innen unser Engagement für Geschlechtergerechtigkeit verstärken.
#3240
Fokus unserer vertieften Zusammenarbeit ist eine nachhaltige
#3241
wirtschaftliche Entwicklung durch sozialökologische Investitionen.
#3242
Garantieren, was uns alle schützt
#3243
Dabei wollen wir besonders mit kleinen und mittleren Unternehmen
#3244
zusammenarbeiten.
#3245
Diese neue Partnerschaft Afrika-EU, die das Abkommen von Cotonou ablösen wird, muss auf einem offenen und transparenten Ausgleich gegenseitiger Interessen und Forderungen sowie auf Menschenrechten basieren.
#3246
Um eine nachhaltige Entwicklung im globalen Süden einzuleiten, braucht es eine kohärente Politik in der EU, die sich an der Agenda 2030 der Vereinten Nationen, am Klimaabkommen von Paris, an der Aktionsagenda von Addis Abeba und an der Agenda 2063 der Afrikanischen Union orientiert.
#3247
Europäische China-Politik: Kooperation auf Basis klarer Werte
#3248
Europas Verhältnis zu China ist über die letzten Jahre wichtiger, aber auch schwieriger geworden.
#3249
Deutschlands Beziehungen zur Volksrepublik sind besonders eng.


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