Dokument lesen
-
vom 02.09.2026 PDF
#3155
Fenster schließen und zurück
Die EU muss diplomatische Initiativen ergreifen, damit die katastrophale humanitäre Situation verbessert wird.
#3156Die Menschen benötigen dringend Lebensmittel und sauberes Trinkwasser, insbesondere aber medizinische Versorgung mit Geräten, Instrumenten und Medikamenten – all das ist nahezu vollständig durch Bomben und Granaten zerstört und vernichtet worden.
#3157Solange der Krieg ungehindert fortgesetzt wird, müssen Sanktionen und Einreiseverbote gegen hochrangige syrische und russische Militärangehörige bestehen bleiben und ihre Konten in der EU eingefroren werden.
#3158Zudem müssen Waffenlieferungen, die den Krieg in Syrien befeuern, gestoppt werden. Gerade wenn Ergebnisse im Sicherheitsrat nur
#3159schwer zu erzielen sind und immer wieder durch den Missbrauch
#3160des Vetorechts durch Russland oder andere Staaten blockiert werden, bedarf es politischer Initiativen, um im Rahmen der Generalversammlung etwa eine unabhängige Untersuchung von Verstößen gegen das Völkerrecht durchzusetzen.
#3161Die einseitige Aufkündigung des Atomabkommens mit dem
#3162Iran durch US-Präsident Trump könnte die ohnehin instabile Region in einen weiteren blutigen Konflikt stürzen.
#3163Es droht ein nukleares Wettrüsten in der Region, das ganz konkret auch die Sicherheit in der Europäischen Union bedroht.
#3164Wir treten für eine atomwaffenfreie Welt ein– dafür ist auch eine nukleare Abrüstung im Nahen Osten wichtig.
#3165Dazu kommt der Schaden für das transatlantische Verhältnis und die multilaterale Ordnung insgesamt.
#3166Die EU muss jetzt alles daransetzen, das Iran-Abkommen am Leben zu halten und die
#3167Garantieren, was uns alle schützt
#3168atomare Aufrüstung des Irans zu verhindern. Dies darf jedoch nicht
#3169zu einem selbst auferlegten Schweigen gegenüber der dramatischen
#3170Menschenrechtssituation, den Drohungen gegen Israel und der aggressiven Regionalpolitik des Irans führen.
#3171Zusätzlich muss sich die EU gegenüber allen Regionalmächten um die Durchsetzung einer
#3172Friedensordnung bemühen.
#3173Das deutsch-israelische Verhältnis ist durch die Verfolgung
#3174und Ermordung der europäischen Jüd*innen durch das nationalsozialistische Deutschland geprägt.
#3175Das Existenzrecht und die Sicherheit Israels mit gleichen Rechten für all seine Bürger*innen sind daher unverhandelbar. Wir GRÜNEN setzen uns weiterhin für eine
#3176Zweistaatenregelung ein, um die Sicherheit des Staates Israel als
#3177nationale Heimstätte des jüdischen Volkes und zum Wohle aller
#3178seiner Bewohner*innen sowie die Schaffung eines souveränen, lebensfähigen und demokratischen Staates Palästina auf der Grundlage der Grenzen von 1967 zu gewährleisten.
#3179Es kann nur eine gewaltfreie Lösung geben.
#3180Wir wenden uns mit aller Entschiedenheit gegen den Terror der Hamas. Die zunehmende Diskriminierung
#3181von Minderheiten in Israel lehnen wir genauso ab wie den illegalen Siedlungsbau.
#3182Während wir der palästinensischen Zivilgesellschaft nicht absprechen, selbst über gewaltfreie Strategien zur Be endigung der Besatzung zu entscheiden, lehnen wir einen Boykott Israels als Instrument deutscher und europäischer Außenpolitik
#3183ab. Wir wollen weiterhin mit allen Kräften in Israel und Palästi na
#3184zusammenarbeiten, die sich gegen eine Fortdauer der Besatzung,
#3185gegen eine Spaltung der israelischen Gesellschaft und für eine
Fenster schließen und zurück
Anzeige: