Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 02.09.2026 PDF
#301
Die dort diskutierte Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken lehnen wir ab.
#302
Es ist völlig unverantwortlich, dass Atomkraftwerke, die für eine Laufzeit von maximal 40 Jahren konzipiert wurden, nun trotz
#303
zunehmender Störfälle 60 Jahre am Netz bleiben sollen. Auch Belgien
#304
macht keine Anstalten, seine Schrottreaktoren vorzeitig stillzulegen.
#305
Die Laufzeiten für Atomkraftwerke sind auf ein absolutes Maximum
#306
von 40 Jahren zu begrenzen.
#307
Risiko-AKWs wie die französischen Reaktoren Cattenom und Fessenheim, das belgische Tihange oder das tschechische Temelín sind sofort abzuschalten.
#308
Der Betrieb dieser Schrottmeiler birgt unbeherrschbare Risiken für alle Europäer*innen.
#309
Darüber hinaus fordern wir ein neues Regelwerk auf europäischer Ebene, das
#310
es Bürger*innen und Anrainerstaaten ermöglicht, Einfluss auf die
#311
Sicherheitsanforderungen für grenznahe Atomkraftwerke zu nehmen.
#312
Die Atomtransporte in Europa müssen systematischer erfasst, transparenter gemacht und auf ein Minimum beschränkt werden.
#313
Nur durch milliardenschwere staatliche Beihilfen rechnet sich
#314
der Bau von Atomkraftwerken in Europa überhaupt noch – und dient beispielsweise in Großbritannien indirekt auch den Atomwaffenprogrammen.
#315
Diese Subventionen sind möglich, weil immer noch auf Grundlage des längst überholten Euratom-Vertrags entschieden wird.
#316
Diese indirekten und direkten Subventionen müssen beendet werden.
#317
Alle Passagen dieses Vertrages, die Investitionen, Forschungsförderung und Genehmigungsprivilegien im Bereich der Atomkraft begünstigen
#318
und AKW-Projekten gegenüber anderen Energieträgern einen wettbewerbsverzerrenden Vorteil verschaffen, müssen gestrichen werden.
#319
Der AKW-Rückbau und die Entsorgung von Atommüll mitsamt transparenter Beteiligung und Mitwirkung der Bevölkerung bei der Endlagersuche sollen zur Kernaufgabe von Euratom werden.
#320
Zudem müssen die EU-weit geltenden einheitlichen Sicherheitsstandards wesentlich
#321
Erhalten, was uns erhält
#322
strenger werden. Ebenso verlangt die unterirdische Endlagerung hohe,
#323
einheitliche Mindestanforderungen. Darüber hinaus ist ein neues,
#324
einheitliches europäisches Haftungsregime mit deutlich höheren Anforderungen und einer Einbeziehung grenzüberschreitender Auswirkungen notwendig.
#325
Bei den Entscheidungen zu Euratom wollen wir in Zukunft ein klares demokratisches Mitspracherecht durch das Europäische Parlament.
#326
Um das Ziel von 100 Prozent erneuerbarer Energie in Europa für 2050 zu erreichen, muss die Förderung von Photovoltaik, Windenergie, Biomasse und anderen regenerativen Stromquellen auch auf europäischer Ebene noch stärker vorangetrieben werden.
#327
Damit die Energiewende europaweit gelingt, braucht es eine Erneuerbare-Energien-Union.
#328
Den Energiecharta-Vertrag, der Konzernen Sonderklagerechte einräumt und damit den Europäischen Gerichtshof
#329
in Luxemburg aushebelt, wollen wir hingegen kündigen.
#330
Klimabedingte Migration und Flucht würdevoll gestalten –
#331
Klimapass für Bewohner*innen von bedrohten Inselstaaten


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