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vom 02.09.2026 PDF
#3130
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mit unseren russischen Partnern fordern und fördern wir die stärkere Kooperation mit demokratischen Nichtregierungsorganisatio nen und zivilgesellschaftlichen Initiativen.
#3131Denn diejenigen, die unter den Repressionen leiden, brauchen unsere volle Solidarität.
#3132Mit Sorge sehen wir Versuche von russischer Seite, die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten zu schwächen.
#3133Die russische Regierung hat kein Interesse an einem geschlossenen und demokratischen Europa.
#3134Das wurde durch die Hacks, die Wahlbeeinflussung über soziale Netzwerke und die erhebliche finanzielle Unterstützung antidemokratischer Kräfte in vielen europäischen
#3135Staaten deutlich. Darauf muss sich die Europäische Union noch
#3136besser einstellen. Die Antwort muss in einer Stärkung der EU und
#3137in einer Unterstützung demokratischer Kräfte in Russland liegen.
#3138Dabei sollte die Absicherung von sicherheits- und versorgungsrelevanten digitalen Systemen im Vordergrund stehen.
#3139Hier gibt es noch hohen Abstimmungs- und Handlungsbedarf innerhalb
#3140der EU.
#3141Sich in starker europäischer Solidarität entschieden gegen russische Menschen- und Völkerrechtsverletzungen zu stellen, bedeutet allerdings keinen Verzicht auf Selbstkritik.
#3142Wachsender Rechtsautokratismus ist nicht allein ein russisches, sondern auch ein europäisches Gesellschaftsphänomen: Hier steht nicht
#3143Russland gegen Europa, sondern beiderseits Rechtsautokratismus
#3144gegen Demokratie und Menschenrechte. Wo immer es möglich
#3145Garantieren, was uns alle schützt
#3146ist, suchen wir die Kooperation mit Russland, deshalb bleiben wir
#3147auch im Gespräch. Sicherheit, Frieden und Abrüstung lassen sich
#3148nicht erreichen, wenn man sich anschweigt.
#3149Europäisches Engagement für Stabilität und Frieden im Nahen
#3150Osten
#3151Der grausame Krieg in Syrien, der seit über sieben Jahren tobt, Hunderttausenden das Leben gekostet und Millionen von Menschen in die Flucht getrieben hat, findet vor Europas Haustür statt. Die
#3152EU sollte alle bestehenden Friedensinitiativen sowie alle Bestrebungen zur nationalen Aussöhnung und zur Aufarbeitung begangener Kriegsverbrechen unterstützen.
#3153Eine europäische Hilfe für den Wiederaufbau kann es nur geben, wenn diese nicht nur den
#3154Assad-Getreuen nützt, sondern allen Syrer*innen.
#3155Die EU muss diplomatische Initiativen ergreifen, damit die katastrophale humanitäre Situation verbessert wird.
#3156Die Menschen benötigen dringend Lebensmittel und sauberes Trinkwasser, insbesondere aber medizinische Versorgung mit Geräten, Instrumenten und Medikamenten – all das ist nahezu vollständig durch Bomben und Granaten zerstört und vernichtet worden.
#3157Solange der Krieg ungehindert fortgesetzt wird, müssen Sanktionen und Einreiseverbote gegen hochrangige syrische und russische Militärangehörige bestehen bleiben und ihre Konten in der EU eingefroren werden.
#3158Zudem müssen Waffenlieferungen, die den Krieg in Syrien befeuern, gestoppt werden. Gerade wenn Ergebnisse im Sicherheitsrat nur
#3159schwer zu erzielen sind und immer wieder durch den Missbrauch
#3160des Vetorechts durch Russland oder andere Staaten blockiert werden, bedarf es politischer Initiativen, um im Rahmen der Generalversammlung etwa eine unabhängige Untersuchung von Verstößen gegen das Völkerrecht durchzusetzen.
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