Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 02.09.2026 PDF
#3039
Rosinenpickerei darf es nicht geben, der Brexit darf keine Blaupause für andere Staaten werden.
#3040
Das würde auch diejenigen in Großbritannien unterstützen, die eine weitere Entscheidung der
#3041
Bürger*innen über das finale Austrittsdokument fordern.
#3042
Wir setzen uns dafür ein, dass eine Lösung gefunden wird, die den in der EU lebenden Brit*innen und den in Großbritannien lebenden EUBürger*innen ermöglicht, ihre jetzigen Rechtsansprüche auch nach dem Brexit geltend zu machen.
#3043
Garantieren, was uns alle schützt
#3044
Bisher verhandelt die EU erfolgreich, besonders weil die anderen 27 Mitgliedstaaten zusammenhalten.
#3045
Wir unterstützen die Rolle der EU-Kommission als Verhandlungsführerin.
#3046
Nationale Alleingänge oder gar bilaterale Deals darf es nicht geben.
#3047
Die Wahrung der vier EU-Grundfreiheiten – Freiheit von Warenverkehr, Dienstleistung, Personen- und Kapitalverkehr – müssen im Mittelpunkt stehen.
#3048
Einen uneingeschränkten Zugang zum Binnenmarkt kann es ohne Personenfreizügigkeit und Anerkennung des EU-Rechts nicht geben.
#3049
Einen Austritt mit Sonderstatus kann es nicht geben. Ebenso hat der Frieden
#3050
auf der irischen Insel absolute Priorität.
#3051
Insbesondere die britische Regierung muss gewährleisten, dass eine harte Grenze auf der irischen Insel vermieden wird.
#3052
Ein Abkommen über die zukünftigen Beziehungen kann erst nach dem rechtskräftigen Austritt Großbritanniens fina lisiert werden.
#3053
Die außenpolitische Zusammenarbeit mit Großbritannien wollen wir nach dem Austritt im Rahmen internationaler Organisationen (NATO, OSZE, Europarat) stärken.
#3054
Für eine verantwortungsvolle Erweiterungspolitik
#3055
Die Erweiterungspolitik der EU ist für uns eine Erfolgsgeschichte.
#3056
Sie steht für Frieden, Demokratie und Stabilität in Europa.
#3057
Die Europäische Union hat allen Staaten des Westbalkans – Serbien, BosnienHerzegowina, Montenegro, Kosovo, Albanien und Mazedonien – das Versprechen gegeben, der EU beitreten zu können, wie dies Slowenien und Kroatien bereits erfolgreich getan haben.
#3058
Albanien und Mazedonien standen im Juni 2018 kurz vor der Eröffnung der EU-Beitrittsverhandlungen, da alle zuvor festgelegten Bedingungen erfüllt wurden. Trotzdem verschob der Rat die Eröffnung auf Juni 2019. Wir
#3059
GRÜNE werden uns dafür einsetzen, dass der Rat im Juni 2019 sein
#3060
Versprechen auch in die Realität umsetzen wird, damit Albanien und
#3061
Mazedonien einen wichtigen und verdienten Schritt im langjährigen
#3062
EU-Beitrittsprozess vorankommen können.
#3063
Die EU steht in der politischen Verantwortung, das Vertrauen
#3064
in das Beitrittsversprechen nicht zu enttäuschen und gleichzeitig
#3065
den notwendigen Reformprozess in diesen Ländern mitzugestalten.
#3066
Wir wollen dieses Versprechen durch eine engagiertere und tief greifende Zusammenarbeit mit möglichst vielen gesellschaftlichen
#3067
Akteur*innen des Westbalkans glaubwürdig machen.
#3068
Denn die Beitrittsperspektive ist ein wichtiger Motor für den sensiblen Friedensund Aussöhnungsprozess, für Transformation und Modernisierung in Garantieren, was uns alle schützt
#3069
einer weiterhin fragilen Region.


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