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vom 02.09.2026 PDF
#289
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Erhalten, was uns erhält
#290Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen sichergestellt, die zunehmend nur
#291noch mit erneuerbaren Energien betrieben werden.
#292Ob CO₂, Quecksilber, Feinstaub oder Stickoxide: Überall sind Kohlekraftwerke als Hauptverursacher dabei.
#293Deshalb müssen wir jetzt beginnen, Kohlekraftwerke abzuschalten.
#294Daran muss sich Politik messen lassen.
#295Wir brauchen nicht nur in Deutschland, sondern auch in Europa einen
#296vollständigen Kohleausstieg.
#297Die hochgefährliche Atomkraft, deren Kosten und Risiken auf
#298viele zukünftige Generationen abgewälzt werden, bekämpfen wir europaweit.
#299Der dringend notwendige Kohleausstieg darf nicht dazu führen, dass Kohle durch Atom ersetzt wird. Die Atombranche etwa
#300in Frankreich setzt auf eine Renaissance der französischen Atomkraft.
#301Die dort diskutierte Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken lehnen wir ab.
#302Es ist völlig unverantwortlich, dass Atomkraftwerke, die für eine Laufzeit von maximal 40 Jahren konzipiert wurden, nun trotz
#303zunehmender Störfälle 60 Jahre am Netz bleiben sollen. Auch Belgien
#304macht keine Anstalten, seine Schrottreaktoren vorzeitig stillzulegen.
#305Die Laufzeiten für Atomkraftwerke sind auf ein absolutes Maximum
#306von 40 Jahren zu begrenzen.
#307Risiko-AKWs wie die französischen Reaktoren Cattenom und Fessenheim, das belgische Tihange oder das tschechische Temelín sind sofort abzuschalten.
#308Der Betrieb dieser Schrottmeiler birgt unbeherrschbare Risiken für alle Europäer*innen.
#309Darüber hinaus fordern wir ein neues Regelwerk auf europäischer Ebene, das
#310es Bürger*innen und Anrainerstaaten ermöglicht, Einfluss auf die
#311Sicherheitsanforderungen für grenznahe Atomkraftwerke zu nehmen.
#312Die Atomtransporte in Europa müssen systematischer erfasst, transparenter gemacht und auf ein Minimum beschränkt werden.
#313Nur durch milliardenschwere staatliche Beihilfen rechnet sich
#314der Bau von Atomkraftwerken in Europa überhaupt noch – und dient beispielsweise in Großbritannien indirekt auch den Atomwaffenprogrammen.
#315Diese Subventionen sind möglich, weil immer noch auf Grundlage des längst überholten Euratom-Vertrags entschieden wird.
#316Diese indirekten und direkten Subventionen müssen beendet werden.
#317Alle Passagen dieses Vertrages, die Investitionen, Forschungsförderung und Genehmigungsprivilegien im Bereich der Atomkraft begünstigen
#318und AKW-Projekten gegenüber anderen Energieträgern einen wettbewerbsverzerrenden Vorteil verschaffen, müssen gestrichen werden.
#319Der AKW-Rückbau und die Entsorgung von Atommüll mitsamt transparenter Beteiligung und Mitwirkung der Bevölkerung bei der Endlagersuche sollen zur Kernaufgabe von Euratom werden.
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